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Aufsteiger SVG Göttingen geht als Favorit ins Spiel

Fußball-Oberliga Aufsteiger SVG Göttingen geht als Favorit ins Spiel

Auf dem Papier ist die Partie praktisch schon entschieden: Wenn die SVG Göttingen, Tabellenführer der Fußball-Oberliga, am Sonntag um 15 Uhr den Vorletzten VfL Osnabrück II empfängt, spielt der beste Sturm gegen die drittschlechteste Abwehr der Liga. SVG-Trainer Knut Nolte mahnt jedoch zur Vorsicht.

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Yannik Freyberg (l.), hier gegen Northeim, erlebt in den Augen von Trainer Knut Nolte gerade seine stärkste Phase bei der SVG.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Die U 23 des VfL hat zudem in sechs Spielen gerade einmal vier Tore geschossen und die auch noch allesamt am zweiten Spieltag beim 4:2 gegen Uelzen – in fünf Partien ging Osnabrück komplett leer aus. „Das ist eine junge Mannschaft, die mit dem Ball umgehen kann. Aber nach vorn entwickelt sie keine Durchschlagskraft“, unterstreicht SVG-Trainer Knut Nolte, der die Osnabrücker bei deren 0:2 in Northeim beobachtet hat. „Da haben sie sich keine einzige Torchance herausgearbeitet, und das kann von mir aus so bleiben“, sagt der Coach augenzwinkernd.

Mit der Leistung des eigenen Teams kann der Trainer seit Saisonbeginn mehr als zufrieden sein – als Aufsteiger thront die SVG auch nach sechs Spielen auf dem Spitzenplatz, punktgleich mit Wolfsburg, das am Wochenende beim 3:0-Auswärtssieg dem VfL die bislang letzte Niederlage beigebracht hat.

Zwar kamen die Göttinger beim 1:1 gegen den SC Spelle-Venhaus nach einer 1:0-Führung nicht über einen Punktgewinn hinaus, das späte Gegentor fiel jedoch aus abseitsverdächtiger Position. Außerdem verkaufte sich die SVG erneut gut und bleibt mit dem Unentschieden weiterhin ungeschlagen. „Wenn die Speller vor der Partie erzählt haben, dass wir bisher nur Punkte gegen schwächere Mannschaften geholt hätten, war der Punkt umso schöner: Wir haben gezeigt, dass wir auch gegen stärkere Gegner bestehen können“, resümiert Nolte. „Und wir hatten die besseren Möglichkeiten, zwei bis drei richtig gute Konterchancen“, ergänzt er.

Verzichten muss Nolte auf Martin Schiller, der sich in Spelle eine Zerrung zugezogen hat. Micha Alexander spielt in Kroatien bei der Kleinfeld-Fußball-EM für die deutsche Nationalmannschaft wie im Übrigen auch Florian Thamm (Hagenberg) oder Gerbi Kaplan (Bovender SV). „Es ist immer blöd, wenn so etwas in Konkurrenz zur Liga steht“, sagt Nolte. „Er hat die Erlaubnis, ich gönne es ihm und bin auch nicht böse. Aber für uns ist es nicht so schön.“

Positiv ist, dass Denny Cohrs zwischen den Pfosten steht und Reserve-Keeper Tim Markov auf der Bank sitzt – der etatmäßige Ersatztorhüter Maximilian Nagels steht bekanntlich erst am 18. Oktober wieder zur Verfügung.

Wenn die SVG so kompakt steht, wie in den meisten der bisherigen Spiele, dürfte Cohrs gegen die offensivschwachen Osnabrücker nicht viel zu tun bekommen. Außerdem könnte die neue Konterstärke einmal mehr zur Entfaltung kommen. „Man merkt schon, dass die Gegner nicht mehr so hinten drin stehen wie in der Landesliga“, sagt Nolte. „Die Schnelligkeit von Spielern wie Kaul und Freyberg kommt jetzt zur Geltung.“ Speziell Yannik Freyberg habe Selbstvertrauen gewonnen und erlebe gerade seine bisher stärkste Phase bei der SVG.

Von Eduard Warda

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