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Bernshäuser „Sportzeit“ kostet viel Freizeit

Hartmut Engelhardt Bernshäuser „Sportzeit“ kostet viel Freizeit

Jemanden zu finden, der eine Vereinszeitschrift pünktlich und zuverlässig erstellt, ist schon ein schwieriges Unterfangen. Jemanden zu finden, der dies über einen Zeitraum von mehr als 25 Jahren immer noch gern macht, ist fast wie ein Sechser im Lotto. Deswegen weiß der SV Schwarz-Weiß Bernshausen auch, wie viel Glück er hat, Hartmut Engelhardt im Team zu haben.

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Hat in über 25 Jahren an die 500 Vereinszeitschriften für den SV Schwarz-Weiß Bernshausen erstellt: Hartmut Engelhardt. Nach dieser Saison ist allerdings für ihn Schluss.

Quelle: Richter

Bernshausen. Und der gebürtige Bernshäuser sitzt nicht etwa an einem PC, sondern erstellt alle Inhalte wie  beispielsweise Mannschaftsaufstellung des Gegners und des eigenen Teams noch per Hand. „Angefangen haben wir noch mit zwei Faltblättern“, erzählt der 56-Jährige, der vor mehr als 25 Jahren nach einem Sportfest mit anderen Vereinskameraden in lockerer Runde zusammensaß und über eine mögliche Vereinszeitschrift sinnierte. Die anfängliche Euphorie ebbte allerdings bei den meisten ab, Engelhardt jedoch stand zu seinem Wort und war fortan für die Ausgaben, die alle zwei Wochen jeweils zu Heimspielen  erstellt werden mussten, zuständig.

 
„Zuerst hatte die Zeitung auch keinen Namen, den haben wir dann über eine Ausschreibung gesucht. Als Preis gab es ein Schreibset zu gewinnen“, erinnert sich Engelhardt. „Sportzeit“ hieß das Blättchen fortan und heißt es auch heute noch. Er besorgte sich seine Informationen  für die Inhalte des Blattes von älteren Spielern, wälzte Festschriften, besorgte sich Bilder und alte Berichte und füllte das Blatt mit Leben.

 
Der Eichsfelder war und ist immer noch ganz nah dran am sportlichen Geschehen, fehlte bei keinem Spiel. Dies führte in der Saison 192/93 dazu, dass die Verantwortlichen ihn zum Manager machten. „Betreuer war ich vorher auch schon einmal, habe auch die Mannschaftskasse gemacht“, erzählt der Fan des FC Bayern München.

 
Viele Stunden verbringt der gelernte Feinmechaniker zwischen den einzelnen Erscheinungstagen an seinem Schreibtisch, umrahmt von vielen Mannschaftsbildern seiner Bernshäuser. An der Wand hängen zwei Fan-Schals, einer von den Bernshäusern, einer von den Bayern. „Wenn ich die Texte abgegeben habe, dann lasse ich sie mir, ehe sie dann in Druck gehen, noch einmal zur Korrektur bringen, denn es kann ja doch sein, dass man mal einen Flüchtingkeitsfehler macht“, ist Engelhardt sehr penibel, der sich sehr gern an die Glanzzeiten des SV SW Bernshausen erinnert. Der Aufstieg in die Kreisliga war für ihn das absolute Highlight.

 
Ganz offen steht er jetzt dem Zusammenschluss mit den Seeburgern zu einer Spielgemeinschaft gegenüber. „Früher waren diese Vereine wie Hund und Katze, aber es ist gut, wie es jetzt gekommen ist.“ Bei den vielen Fusionen, die aufgrund des demografischen Wandels nicht aufzuhalten sind, ist ihm nur eins wichtig: „Mir wäre es wichtig, dass der Name erhalten bleibt.“

 
Erhalten bleiben ist ein gutes Stichwort, denn es ist die letzte Saison, in der Hartmut Engelhardt die „Sportzeit“ zusammenstellt. „Ich habe dem Verein mitgeteilt, dass ich nach dieser Saison aufhöre“, erklärt Engelhardt. Dem Verein will er aber auf jeden Fall treu bleiben und weiterhin zu den Spielen gehen und natürlich den Kontakt zu den Vereinskollegen halten.

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