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„Besser den Spieltag komplett absetzen“

Fußball-Bezirksliga „Besser den Spieltag komplett absetzen“

Einen langen Atem benötigen die hiesigen Fußball-Bezirksligisten in diesem Jahr. Erst am 18. Dezember steht für 14 Mannschaften der Jahres-Abschluss-Spieltag auf dem Plan. Die Partie Sparta gegen Lenglern (3:3) fand bereits statt, die SG Bergdörfer hat dann spielfrei.

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Quelle: Archiv

Göttingen/Eichsfeld. Frost und Niederschläge werden den Rasenplätzen bis dahin noch zusetzen. Die Austragung - sofern kein Kunstrasenplatz zur Verfügung steht - wird somit zum Verbanquespiel, und auch für die Zuschauer ist es im Dezember für gewöhnlich nicht vergnügungssteuerpflichtig, am Spielfeldrand im wahrsten Sinne des Wortes mitzubibbern.

Macht keinen Spaß

„Ich bin trotzdem dafür, so viele Spiele wie möglich vor Weihnachten auszutragen“, beteuert Sebastian Gehrke, Spielertrainer des SV Bilshausen. Eine zu frühe Winterpause respektive zu viele Ausfälle hätten nämlich zur Folge, dass im Frühjahr zahlreiche Partien innerhalb der Woche oder an Feiertagen wie am Ostermontag nachgeholt werden müssten, und „das macht keinem Spaß“.

Viel Spaß hat derzeit Dennis Erkner, Trainer des Tabellenführers SC Hainberg. Das 2:1 gegen Bilshausen bedeutete für die Hainberger den zehnten Erfolg im elften Heimspiel. „Wir rechnen jede Woche damit, nicht spielen zu können, aber dann spielt das Wetter doch mit“, sagt Erkner. „Normalerweise ist es auf dem Hainberg vorbei, wenn es in der Woche zwei Tage lang regnet.“ Dass die Partie gegen Dostluk Spor Osterode am 18. Dezember auf den Zietenterassen angepfiffen werden kann, hält der Coach des Spitzenreiters „zu 99 Prozent“ für ausgeschlossen. Bis dahin werde man aber „mit Vollgas weitertrainieren“ - das ist unabhängig von äußeren Einflüssen auf dem Kunstrasenplatz am Jahnstadion, wo der SC aktuell übt, auch möglich.

Hagenbergs Coach Kevin Kahl hat schon vor Beginn der Serie in weiser Voraussicht das Heimrecht der Hinrundenspiele gegen Bovenden und Sparta getauscht. „Beide haben einen Kunstrasen, dann sind die Spiele schonmal weg“, erklärt Kahl. Der Platz auf dem Hagenberg erlaube vielleicht noch ein Spiel, „umpflügen werden wir ihn aber nicht“. Bis kurz vor Weihnachten zu spielen „schmeckt mir zwar nicht so ganz, aber auf acht Spiele in einem Monat wie letzten Mai kann ich auch verzichten“.

Info

Vier der 17 Bezirksligisten der Staffel vier können im Bedarfsfall auf einen eigenen Kunstrasenplatz ausweichen. Neben Sparta und Bovenden besitzen auch der FC Eintracht Northeim II sowie Dostluk Spor Osterode ein entsprechendes wetterunempfindliches Geläuf. Die beiden Eichsfelder Vertreter SG Bergdörfer und SV Bilshausen haben die Gelegenheit, bei entsprechend rechtzeitiger Beantragung ihre Begegnungen auf dem Kunstrasenplatz am Duderstädter Westerborn auszutragen. cro

Sparta-Trainer Enrico Weiß gibt einen anderen Aspekt zu bedenken. „Wenn nur noch die Kunstrasen-Spiele ausgetragen werden, ist die Tabelle so verzerrt. Dann hat die eine Mannschaft 16 Spiele, die andere aber erst zwölf“, kritisiert Weiß und schlägt deshalb als Alternativlösung vor: „Ehe man an einem Spieltag beispielweise nur zwei Partien, die auf Kunstrasen stattfinden können, anpfeift, sollte man besser den Spieltag komplett absetzen.

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