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Bezirksliga: Bilshausen jubelt, Breitenberg verliert

„Der Trainer ist ein Glücksgriff für uns“ Bezirksliga: Bilshausen jubelt, Breitenberg verliert

Die Voraussetzungen hätten für das mit Spannung erwartete Derby der Fußball-Bezirksliga zwischen dem SV Bilshausen und Germania Breitenberg nicht besser sein können.

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Bejubeln den 2:1-Derbysieg gegen Breitenberg: die Spieler des SV BW Bilshausen.

Quelle: Schneemann

Eichsfeld. Die intensive Novembersonne sorgte für angenehme Temperaturen und einen gut bespielbaren Platz – entsprechend groß war die Resonanz mit knapp 300 Zuschauern. Während nach dem  hochverdienten 2:1-Heimsieg die Stimmung im Bilshäuser Lager entsprechend ausgelassen und heiter war, schlichen die Germanen und deren Anhang mit versteinerten Gesichtern  von dannen.

Bereits beim Seitenwechsel mit dem Stand von 2:0 und einer indiskutablen Leistung der Gäste sparten deren Fans nicht mit harscher Kritik. Aussprüche wie „Da kann ich ja noch mit 60 Jahren mithalten“ oder „Die Spieler sollten sich schämen“ waren noch harmlos. Manche verbalisierten ihren Zorn in noch schärferer Form.

Nichts beschönigen wollte nach dem Eichsfelder  Prestigeduell auch der sichtlich getroffene Germania-Spielertrainer Timo Friedrichs, sprach von einem völlig gerechten Ausgang, von einem blutleeren Auftritt seiner Elf ohne jegliches Engagement und ohne Biss. Das war jedoch nicht der einzige sportliche Tiefschlag für den 28-Jährigen, der nach dem Spiel flugs vor den Fernsehen eilte, um mitzuerleben, wie seine zweite Lieblingself Werder Bremen eine späte 0:2-Niederlage beim Erzfeind Hamburger SV erlitt.

„Der Trainer ist ein Glücksgriff für uns“

Aber es gibt auch Positives von den Germanen zu berichten. Es sei alles klar mit Daniele Galluzzi, versicherte Friedrichs nach einem Gespräch in der vergangenen Woche mit dem im Derby blass gebliebenen Offensivspieler. „Er bleibt bei uns“, betonte Friedrichs und wischte damit Spekulationen vom Tisch, sein Mittelfeldkollege wechsle zu einem Verein, der ihm eine berufliche Stelle besorgen könne.

Solche Problem kennen die Platzherren nicht, die durch den Sieg auf Tabellenrang vier kletterten, auch wenn sich ihr Trainer Jan-Hendrik Diederich – der als zusätzlicher Auswechselspieler in kurzer Spielhose ruhig und gelassen die Partie verfolgte – über den späten Gegentreffer etwas ärgerte, nach dem 3:0 in Bovenden gern erneut ein zu Null gesehen hätte. „Der Trainer ist ein Glücksgriff für uns“, sagte der 73-jährige Hermann Brun, seit langer Zeit ein Dauergast auf dem Sportgelände. Zustimmung erhielt er vom zwei Jahre älteren Erhard Vogler. „Die Mannschaft zeigt momentan gute Leistungen und besticht durch ihre Offensive, die deutliche Handschrift des jungen Trainers“, erklärte der gebürtige Schöppenstedter, der über 40 Jahre aktiv Tischtennis für den Bilshäuser Verein spielte.

Aber nicht nur auf und am Sportplatz herrschte emsiges Treiben. Kaum Zeit zum Luft holen hatten  angesichts der vielen Zuschauer die „Drei Damen vom Grill“ Martina Grobecker, Karin Strüber und Annette Krautwurst. Während Mutter Strüber mit ihren beiden Söhnen Richard und Robert im Bilshäuser Dress mitfieberte, konnte sich Annette Krautwurst gelassener den vielen Kunden widmen, denn ihr Filius Sven war auf Grund einer Gelbsperre zum Zuschauen verurteilt.

Von Jochen Meyer

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