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Bezirksliga: Koch entscheidet rassiges Derby

200 Zuschauer am Greitweg Bezirksliga: Koch entscheidet rassiges Derby

Er schießt ein Traumtor aus 30 Metern, das 200 Zuschauern die Kinnlade runterklappen lässt, trifft ein weiteres Mal, reißt sich das Trikot vom trainierten Leib, klopft sich auf die Brust, ach ja, und Matchwinner im Stadtteil-Derby ist er auch noch.

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Trifft, von wo er will: Grones zweifacher Torschütze Adrian Koch (l.), hier im Duell mit Spartas Vivakaran Paramarajah.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Adrian Koch führt den FC Grone in einer spektakulären und rassigen Partie der Fußball-Bezirksliga zum 5:3 (3:1)-Auswärtssieg gegen den entthronten Spitzenreiter Sparta. „Ein Spiel, wo alles drin war“, sieht FC-Trainer Jelle Brinkwerth. Sparta-Coach Esmir Muratovic ist trotz der Niederlage zufrieden und spricht von einem „geilen Duell“.

Das wird mit offenem Visier geführt. Taktieren würde ohnehin nichts bringen, denn beide Teams kennen sich in- und auswendig. Jeden Sommer kommt es zur Völkerwanderung vom einen Verein zum anderen. Als Spartaner gehört es zum guten Ton schon einmal in Grone gespielt zu haben – und umgekehrt.

Spartas Rezept heißt zunächst lange, hohe Bälle in die Spitze. „In der Luft sind wir Grone mit Rico Weiß klar überlegen“, erklärt Muratovic. Allein damit lässt sich eine typische von Brinkwerth trainierte Mannschaft jedoch nur selten in Verlegenheit bringen. So kommt das spielerische Element der geballten Offensivpower der Platzherren durch diese Strategie in der ersten Hälfte etwas kurz.

Der wird doch nicht...

Die Gäste erhalten dagegen erstaunliche Räume im Mittelfeld. Ein gefundenes Fressen für Sechser Mirko Karanovic, der mit seinen Pässen in die Spitze und Torvorlagen Spartas Defensive filetiert. „Er hat sich eine Eins plus verdient“, lobt Brinkwerth. Auch beim 2:0 durch Koch ist das Herz des Groner Spiels der Vorbereiter. Doch die Rot-Weißen beweisen während der gesamten Begegnung Moral und jagen dem Zwei-Tore-Rückstand tapfer hinterher.

Um den Schock des dritten FC-Treffers zu verdauen, bedarf es allerdings der Halbzeitpause. Eine Minute zuvor hat Koch 30 Meter vom dem gegnerischen Gehäuse zu viel Platz. Der 26-Jährige mit dem markanten Vollbart schaut in Richtung Tor. Der wird doch nicht... Doch er wird. Sein Wahnsinnshammer senkt sich exakt ins rechte obere Eck. Grones Keeper Florian Borrs ist machtlos, das Publikum vor lauter Staunen totenstill. „Wir wissen, dass er das kann. Aber gegen Borrs ist das noch einen Tick schwieriger“, betont Brinkwerth.

Dessen Elf nutzt im zweiten Durchgang ihre Konter aus, da Sparta hinten öffnen muss. Die Gastgeber haben nun zwar mehr vom Spiel, aber eben niemanden, der den Ball aus 30 Metern über einen tief stehenden Groner Abwehrriegel ins Netz zirkeln kann.

Sparta: Borrs – Manssoor (35. Hillebrecht), Relota, Reinhardt, Paramarajah – Huck, Zani (35. Saciri), Nasreddine, Matezki – Önder (47. Yazici), Weiß. – Grone: Schneider – Stern, Schwarze, Bodensteiner, Käding – Huck, Gorny, Karanovic (90.+1 Simon), Murati – Jamal (69. Parlak), Koch. 

Tore: 0:1 Murati (19.), 0:2 Koch (28.), 1:2 Weiß (36.), 1:3 Koch (45.), 2:3 Matezki (50.), 2:4 Murati (76.), 3:4 Weiß (80.), 3:5 Karanovic (86.).

Von Rupert Fabig

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