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Bezirksliga: SG Bergdörfer verdient sich Respekt

Dieter Bilbeber muss sein Team trösten Bezirksliga: SG Bergdörfer verdient sich Respekt

Etwas bedröppelt schleicht Dieter Bilbeber vom Weender Kunstrasenplatz. Die Enttäuschung steht dem erfahrenen Trainer des Fußball-Bezirksligisten SG Bergdörfer ins Gesicht geschrieben.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Weende. Mit „verkniffen lächelnd“ sind die Gesichtszüge seines Gegenübers Marc Zimmermann wohl am ehesten zu beschreiben. Fast peinlich berührt, gesteht er nach dem schmeichelhaften 3:2 (1:2)-Sieg seines SCW ein, dass „eine Punkteteilung mehr als verdient“ gewesen wäre.

„Ich habe zu viel an den Positionen geschraubt, das hat meine Mannschaft in der ersten Halbzeit durcheinander gebracht. Da hatte ich kein glückliches Händchen“, so Zimmermann. Das glückliche Händchen bewies er indes mit der Einwechselung von Christoph Blum, der kurz vor Schluss vor rund 100 Zuschauern den viel umjubelten Siegtreffer erzielte (87.). Der resultierte allerdings aus dem einzig sehenswerten Angriff der Weender aus dem Spiel heraus. Ansonsten war der Spitzenreiter vornehmlich nach Standards gefährlich.

So fiel der Führungstreffer der Platzherren auch nach einer Ecke von Mike Strauß, die Torgarant Julian Kratzert mustergültig einnickte. Nach dem frühen – und zu diesem Zeitpunkt verdienten – 1:0 schwächelte der SCW jedoch zusehends. Vom Pressing der Anfangsphase war wenig zu sehen. Stattdessen übernahm die SG die Spielkontrolle. Die zwei eng gestaffelten Viererreihen unterbanden jegliche Offensivbemühungen Weendes. Dazwischen fungierte der überragende Jens Ringling auf der Sechser-Position wie ein Xabi Alonso als geniales Bindeglied. „Ringling war sensationell“, lobte auch Zimmermann.

Chance um Chance erspielten sich die Bergdörfer, die nicht wie ein Aufsteiger, sondern wie ein gemachtes Bezirksliga-Team auftraten, und gingen folglich verdient in Führung. Besonders die schnellen Außenspieler Christopher Meyna und Valentin Jäkel bereiteten dem SCW Probleme. „Ich bin mit der Mannschaft auf einem guten Weg“, stellte Bilbeber dementsprechend fest. Dass seine Elf nach dem Seitenwechsel dem Gastgeber sukzessive das Feld überließ, sei der dünnen Personaldecke geschuldet. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen“, resümierte Bilbeber, ehe er sein Team tröstete.

Von Rupert Fabig

SG: P. Otto – Senger, De. Diedrich, Gläse, Do. Diedrich – Ringling – Jäkel, Ernst, F. Otto (57. Möller), Meyna (71. Henkel) – Schöttler (78. Germerott). 

Tore: 1:0 Kratzert (16.), 1:1, 1:2 Ernst (36., 40.), 2:2 Kratzert (57.), 3:2 Blum (87.).

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