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Bezirksliga: Valentin Jäkel von SG Bergdörfer ist Rechtsaußen schnell

Schuld an schlaflosen Nächten Bezirksliga: Valentin Jäkel von SG Bergdörfer ist Rechtsaußen schnell

Das Wochenende hat für Carsten Langar kein gutes Ende genommen. „Ich habe die ganze Nacht nicht gepennt“, gab der Trainer des Fußball-Bezirksligisten SC Hainberg nach der 1:8-Schlappe seiner Mannschaft gegen Aufsteiger SG Bergdörfer zu.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Eichsfeld. Zwei Youngster aus dem Eichsfeld hatten nicht unerheblichen Anteil daran, dass Langar kein Auge zugemacht hatte. Valentin Jäkel und Philipp Schöttler trafen beim Kantersieg jeweils doppelt und ließen die Mundwinkel von Langar und dessen Elf nach unten sinken.

Umso größer war naturgemäß die Freude bei Jäkel. Der 18-Jährige, der gegen die Hainberger zum 2:0 und 6:1 traf und sein Saison-Trefferkonto dadurch auf vier Tore verdoppelte, hat sich in dieser Spielzeit zur Stammkraft auf der rechten SG-Mittelfeldseite entwickelt.

Zu Beginn Skepsis

Mit seinem Tempo und seiner Technik gibt Jäkel, der erst im Sommer in den Seniorenbereich wechselte und vorher für die A-Junioren des JFV Rotenberg in der Bezirksliga auflief, seinen Gegenspielern regelmäßig Rätsel auf. „Ich lebe von meiner Schnelligkeit und davon, dass meine Mitspieler mich in Szene setzen“, sagt der Flügelflitzer, der eigentlich noch in der A-Jugend spielen könnte, sich jedoch im Sommer entschied, bereits jetzt den Schritt in den Seniorenbereich zu wagen.

Anfangs, gibt der VfB-Stuttgart-Anhänger zu, sei die Skepsis in seinem Bekanntenkreis groß gewesen. „Ich habe viele negative Rückmeldungen bekommen. Viele haben zu mir gesagt: Das wird aber schwer“, erinnert sich der Offensivakteur, der sich momentan in Bad Lauterberg zum Physiotherapeuten ausbilden lässt.

Doch die Skeptiker belehrte Jäkel, der in der B-Jugend für den JFV Göttingen in der Niedersachsenliga kickte, genau so schnell, wie er Woche für Woche an der Seitenlinie an den Verteidigern vorbei flitzt. „Dass es so gut läuft, damit hätte ich selbst nicht gerechnet“, staunt der Cristiano-Ronaldo-Fan.

Mitverantwortlich dafür ist laut Jäkel auch das gute Mannschaftsklima, das eine sofortige Integration spielend leicht ermöglichte. „Ich kannte ein paar Spieler ja schon vorher. Das Team hat mich toll aufgenommen, da gab es keine Probleme“, schildert der 18-Jährige.

SCW will er ärgern

Auf und abseits des Platzes geben ihm seine Mitspieler – von denen ein Großteil selber erst zwischen Anfang und Mitte 20 ist – Tipps, ebenso wie sein erfahrener Trainer Dieter Bilbeber. „Zu ihm habe ich ein sehr gutes Verhältnis“, freut sich Jäkel, der es liebt, sich auf dem Platz vollständig zu verausgaben. „Ich gehe in jedem Spiel an meine Grenzen“, beteuerte der zweifache Wochenend-Torschütze.

Am vergangenen Sonntag durfte Jäkel das aber nur bis zur 70. Minute. Dann wechselte ihn sein Trainer aus. Nicht etwa, weil der SG-Wirbelwind seinen Aufgaben auf dem Rasenrechteck nicht ordnungsgemäß nachgekommen wäre – Bilbeber wollte ihn vielmehr schonen.

Schließlich steht am kommenden Spieltag das Duell gegen Tabellenführer SCW an. „Die können wir schon ärgern“, sagt Jäckel keck. Sollten er und seine Mitspieler gegen den Ligaprimus ähnlich auftrumpfen wie gegen die Hainberger, hat anschließend vielleicht auch SCW-Trainer Marc Zimmermann eine schlaflose Nacht.

Von Christian Roeben

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