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Bilshäuser Nachwuchsspieler Jonathan Hungerland ist nicht wegzudenken

Ein ruhiger Spaßvogel Bilshäuser Nachwuchsspieler Jonathan Hungerland ist nicht wegzudenken

Fußball-Bezirksliga-Spiel zwischen SV Blau-Weiß Bilshausen und Tuspo Weser Gimte, Mitte der zweiten Halbzeit: Gimtes Spielführer Dennis Behrens treibt den Ball im Mittelfeld schnell nach vorne und will gerade zu einem Steilpass ansetzen, als Jonathan Hungerland langen Schrittes heraneilt und Behrens das Spielgerät im letzten Moment noch vom Fuß spitzelt.

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Inzwischen eine feste Größe im Team des SV Bilshausen: Jonathan Hungerland (l.).

Quelle: Schneemann

Bilshausen. Es dauert nur Sekundenbruchteile, bis der defensive Mittelfeldspieler den Ball erneut erhält, das harte Zuspiel mit links technisch gekonnt verarbeitet und mit rechts einen klugen Diagonalball nach vorne spielt. „Jonathan ist für das defensive Mittelfeld prädestiniert. Aktuell ist er bei uns auf dieser Position nicht wegzudenken“, sagt Bilshausens Trainer Jan-Hendrik Diederich.

In seinem dritten Jahr im Herrenbereich hat sich der 21-jährige gebürtige Lindauer, der noch immer in seinem Geburtsort wohnt, endgültig als Leistungsträger bei den Blau-Weißen etabliert. Dass die Eichsfelder es mit den Spitzenteams der Liga aufnehmen können, liegt auch an Hungerland. „In der Mannschaft passt es einfach“, betont er. Bei „Johnny“, wie ihn seine Mitspieler nennen, auch. Jan-Hendrik Diederich schätzt am angehenden Industriekaufmann besonders „die fußballerischen Qualitäten gepaart mit Einsatzwillen. Der ist immer motiviert“, versichert sein Trainer. Abseits des Platzes sei das Talent „ein ruhiger Spaßvogel. Er quasselt nicht dauernd, hat aber immer einen lustigen Spruch auf Lager.“

Dass Hungerland bereits früh im Garten und auf der Straße gegen den Ball trat, verwundert nicht. Vater Jörg lief einst selbst in der Oberliga auf. Mit sechs Jahren meldeten die Eltern ihren Sprössling im Verein an. Den größten Teil seiner Jugendzeit kickte Jonathan in Bilshausen.  Kein Wunder, dass er sich dem Klub verbunden fühlt. Mit Sven Krautwurst, seinem Partner im defensiven Mittelfeld, versteht sich der Anhänger von Schalke 04 auch privat bestens. Auf dem Platz läuft die Absprache, wer absichert und wer nach vorne mit aufrückt, problemlos.

Das Ziel, künftig „noch mehr Verantwortung zu übernehmen“, hat Hungerland in jedem Fall. „Ich habe mich da schon gesteigert, aber manchmal fehlt noch ein bisschen die Erfahrung“, räumt er ein. Dafür klappt die Balance zwischen defensiver Absicherung und offensiver Gangart immer besser. Vier Tore plus zahlreiche Vorlagen sind Beleg dafür, dass die defensive zentrale Mittelfeldkraft, die zuvor eher auf den Außenbahnen eingesetzt worden war, im Angriff an Wirkung zugelegt hat.

Mit möglichen Anfragen höherklassiger Vereine will sich Hungerland, der die Bayernstars Schweinsteiger und Alcantara als Vorbilder angibt, noch nicht beschäftigen. „Natürlich hat man manchmal im Hinterkopf, wie es wäre, mal höher zu spielen, aber ich konzentriere mich auf das Hier und Jetzt.“

Von Christian Roeben

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