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Bremer greift mit Deutschland nach Titel

Fußball-WM in Aserbaidschan Bremer greift mit Deutschland nach Titel

Blickt Pauline Bremer in ein paar Monaten auf das Jahr 2012 zurück, wird sie vielleicht ein wenig den Kopf schütteln: Nach einem Schlüsselbeinbruch arbeitete sich die Nachwuchsfußballerin wieder an die Nationalmannschaft der U-17-Juniorinnen heran und wurde für die EM in der Schweiz nominiert.

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Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der U-17-Juniorinnen: Pauline Bremer (unten, 2. v. r.) läuft bei der WM auf.

Quelle: EF

Göttingen. Im Finale gegen Frankreich rettete sie ihr Team mit dem Tor zum 1:1 ins Elfmeterschießen und wurde nicht nur Europameisterin, sondern auch Torschützenkönigin. Es ging weiter mit dem Wechsel von der SVG Göttingen zu Turbine Potsdam, wo sie bereits zwei Spiele in der 2. Bundesliga absolviert hat. Doch erst jetzt folgt das Sahnehäubchen: Am heutigen Sonnabend beginnt in Aserbaidschan die WM der U-17-Juniorinnen, und die 16-Jährige steht im DFB-Kader.

„Ich bin schon aufgeregt“, räumt Bremer vor Beginn der Weltmeisterschaft, deren Finale am 13. Oktober angepfiffen wird, ein. In der Vorrundengruppe D trifft das deutsche Team am Sonntag um 12 Uhr auf Ghana, am Mittwoch, 26. September, um 17 Uhr auf China und am Sonntag, 30. September, um 13.45 Uhr auf Uruguay. Von den Gegnern weiß die Göttingerin nicht so viel, nur, dass die Spielerinnen von Ghana regelrechte „Schränke“ seien. Gespielt wird überwiegend auf Kunstrasen. „Da wird der Weg zum Erfolg eher über das spielerische Moment gehen“, prophezeit Bremer.

Das Leben hat sich völlig umgekrempelt

Das Leben der 16-Jährigen hat sich mit dem Wechsel von der SVG Göttingen zu Turbine Potsdam völlig umgekrempelt. Bremer lebt im Sportinternat und absolviert jeden Tag zwei Trainingseinheiten – entweder ganz früh und nachmittags oder vormittags nach dem Schulunterricht und am Frühabend nach dem zweiten, nachmittäglichen Unterrichtsblock. „Gleich morgen zu trainieren, finde ich besser. Da ist man im Unterricht gleich ein bisschen wacher“, sagt sie.

Bremer ist eine von vier Spielerinnen des jüngeren 96er-Jahrgangs, die für die Turbine-Reserve in der 2. Bundesliga spielen. Die Saisonvorbereitung sei mit vielen Laufeinheiten gespickt und deshalb sehr intensiv gewesen. „Das könnte mir bei der WM nützen.“ Durch den regelmäßigen Kontakt zu den Bundesligastars sei für sie eine Karriere als Bundesligaspielerin näher gerückt. Einstweilen will sie sich aber erst mal akklimatisieren. Das Zimmer teilt sie im Internat mit einer Fünfkämpferin aus Bayern, was sie gar nicht schlecht findet: „Es ist ganz gut, wenn man nicht die ganze Zeit mit Fußballerinnen zusammen ist und auch mal was anderes hört“, sagt sie. Allerdings sei Fünfkampf nichts für sie, soviel weiß die Göttingerin schon.

Auf der offiziellen WM-Homepage (verlinkt auf fifa.com) wird Bremer im gleichen Atemzug mit aktuellen Idolen wie Alexandra Popp genannt und zu den Stars des deutschen Teams gezählt. Zu viel der Ehre? „Das hängt bestimmt mit meinen beiden Toren bei der EM zusammen“, sagt die Göttingerin bescheiden. Das WM-Ziel der deutschen U-17-Juniorinnen soll erst in Aserbaidschan festgelegt werden. Bremer bekräftigt jedoch: „Ich will Weltmeisterin werden.“ Ähnlich hat sie sich auch schon vor der EM geäußert.

Sämtliche WM-Partien des deutschen Teams werden auf Eurosport im Fernsehen übertragen. Sendehinweise unter eurosport.com

Von Eduard Warda

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Pauline Bremer bei WM

Das Happy-End war hart erarbeitet: Nach einer Leistungssteigerung spielte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der U-17-Juniorinnen bei der WM in Aserbaidschan gegen China 1:1 (0:1) und hat damit die Tür zum Viertelfinale aufgestoßen. Den Ausgleich für das Team um die Göttingerin Pauline Bremer markierte Ricarda Kießling in der vierten Minute der Nachspielzeit.

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