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Dransfeld triumphiert im Elfmeterschießen

Fußball Dransfeld triumphiert im Elfmeterschießen

Den Finaltag der 34. Auflage des Fußball-Turniers um den Adelebser Volksbank-Pokal durften die rund 200 Zuschauer auf dem Sportplatz des SC Güntersen des spannenden Endspiels auskosten. 2:2 stand es nach 90 Minuten zwischen Cupverteidiger FC Lindenberg-Adelebsen II und dem DSC Dransfeld.

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Schenken sich im Finale nichts: Dransfelds Gerrit Bruns (links) gegen den Lindenberg-Adelebser Jan Leonhardt.

Quelle: Theodoro da Silva

Güntersen. Doch in der Strafstoß-Lotterie zeigte sich der Kreisligist cleverer und nervenstärker und bezwang bei nur einem Fehlversuch den Aufsteiger in die 1. Kreisklasse mit 4:2. Im Spiel um den dritten Platz behielt der FC Niemetal (1:8 im Halbfinale gegen Dransfeld) gegen Gastgeber SC Güntersen/Eberhausen (1:7 gegen den FCLA) mit 4:2 die Oberhand.

 
Das Elfmeter-Krimi-Klischee – im Glückstaumel schwelgende Sieger auf der einen und tief traurige, von Weinkrämpfen geschüttelte Verlierer auf der anderen Seite – war in Güntersen nicht zu beobachten. „Es ist natürlich immer schön, ein Turnier zu gewinnen“, sagte DSC-Spielertrainer Benjamin Mielenhausen, nachdem seine Mannschaft beim obligaten Siegerfoto den Pokal in die Höhe gereckt hatte. „Wir wollen den Sieg aber nicht zu hoch hängen. Immerhin waren wir als einziger Kreisligist von vornherein Favorit. Der Gegner hat uns aber vor allem in der zweiten Halbzeit eine Menge abverlangt“, zollte er der FCLA-Reserve seinen Respekt. „Ich bin überhaupt nicht enttäuscht, dass wir das Finale verloren haben“, versicherte der gut gelaunte Lindenberg-Adelebser Spielertrainer Dennis Fengewisch. „Ich finde, wir haben das toll gemacht, und wenn wir ein, zwei hundertprozentige Chancen genutzt hätten, hätten wir das Ding gewonnen.“

 
In den ersten 45 Minuten sah es allerdings nicht danach aus, als könne sein Team dem höherklassigen Gegner Paroli bieten. Der DSC zeigte die reifere Spielanlage und bessere Übersicht, forcierte das Spiel über die Flügel und ging durch Ahmad Salou, der drei Gegenspieler inklusive Torwart Marcus Jordan umkurvte und zum 0:1 (16.) einschoss, sowie durch den 25-Meter-Knaller von Jakub Swinarski mit 2:0 (38.) in Führung. Dann aber dachten die Dransfelder wohl, sie hätten ihr Tagwerk beendet, denn nach der Pause zogen sie sich weitgehend in die eigene Hälfte zurück und ließen den Gegner gewähren. Der FCLA witterte seine Chance, erhöhte den Druck nach vorn und schaffte durch René Menshausen nach klugem Steilpass von Nils Ziemann den 1:2-Anschluss (52.). Als Ziemann nach Menshausens Ecke zum 2:2 (65.) einköpfte, träumte der FCLA-Anhang vom Überraschungssieg. Der Dämpfer kam, als Menshausen nach seinem zweiten rüden Einsteigen mit gelb-roter Karte vom Platz musste (81.) und von seinen Teamkameraden nur mühsam davon abgehalten werden konnte, auf Schiedsrichter Wolfgang Rümenapp loszugehen. Es blieb zwar beim 2:2, doch im Elfmeterschießen fehlte Menshausen als Schütze. Trotz der unschönen Szene war Marcus Hoppe, Geschäftsführender Vorsitzender des SC Güntersen, mit sportlicher Qualität und Zuschauerresonanz rundum zufrieden. – Tore: 0:1 Salou (16.), 0:2 Swinarski (38.), 1:2 Mantshausen (52.), 2:2 Ziemann (65.). – Erfolgreiche Elfmeterschützen FCLA: Erfurth, Musolt; DSC: Swinarski, Mielenhausen, Salou, Schob.

 

Von Michael Geisendorf

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