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Eichsfelder Trainer befürworten Austragung des Länderspiels in Hannover

„Genau das richtige Zeichen pro Fußball und contra Terrorismus“ Eichsfelder Trainer befürworten Austragung des Länderspiels in Hannover

Es hätte ein Fußballfest werden sollen, doch statt Spannung herrschte Schrecken. Nach den Terroranschlägen in Paris während des Fußball-Länderspiels zwischen Frankreich und Deutschland, zu der sich die Terrormiliz „Islamischer Staat“ bekannt hat, herrscht auch im Eichsfeld Entsetzen.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Eichsfeld. Der Sport rückte angesichts der Explosionen in unmittelbarer Nähe des Stadions „Stade de France“ in den Hintergrund. Das für  Dienstag, 17. November, geplante Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden in Hannover stand lange auf der Kippe, findet jetzt aber doch statt.

Eine richtige Entscheidung, wie die Trainer aus dem Eichsfeld finden. „Jetzt muss man erst Recht ein Zeichen setzen“, betont Ercan Beyazit, Trainer des Fußball-Kreisligisten TSV Seulingen, der ob der Geschehnisse, die er am Fernseher verfolgte, „geschockt und fassungslos“ war.

Nicht anders erging es Timo Diederich, Coach der Kreisliga-Fußballer des SC Eichsfeld. „Wenn solche Dinge geschehen, rückt alles Sportliche in den Hintergrund“, sagt Diederich, der es „grundsätzlich befürwortet“, am Dienstag in der HDI-Arena aufzulaufen, „da man zeigen sollte, dass man sich auf keinen Fall verstecken will“. Allerdings „sollten auch die Spieler dazu angehört werden, ob sie psychisch nach den Vorkommnissen schon wieder in der Lage sind, auf dem Platz zu stehen.“ Die Anschläge in Frankreich findet Diederich ein Jahr vor der EM „schon sehr bedenklich“.

Von dem „sehr erschreckenden Erlebnis“ erfuhr Bilshausens Übungsleiter Jan-Hendrik Diederich recht spät, denn er schaltete erst zehn Minuten vor dem Abpfiff ein. „Aus meiner Sicht ist die Austragung des Spiels gegen die Niederlande genau das richtige Zeichen pro Fußball und contra Terrorismus“, unterstreicht er. Für die Europameisterschaft im kommenden Sommer hat der 31-Jährige schon Tickets, doch nun trübt der Terror die Vorfreude: „Das gibt einem schon ein sehr mulmiges Gefühl.“

Das kann Björn Breckerbohm, Co-Trainer der Handballer des TV Jahn Duderstadt sehr gut nachvollziehen. „Es ist so schlimm, dass man sich auch in Europa nicht mehr sicher fühlen kann“, sagt Breckerbohm, der ebenfalls dafür plädiert, am Dienstag wieder den Ball rollen zu lassen: „Sonst beugt man sich dem Terror.“

Auch Tobias Dietrich, Fußballtrainer des SV Rotenberg, will, dass das Länderspiel angepfiffen wird und fordert Zusammenarbeit: „Jetzt ist die weltweite Politik gefordert, dagegen anzugehen.“

cro

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