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Einigkeit bei Trainern: Gerechtes Remis im Derby

Frauenfußball-Oberliga Einigkeit bei Trainern: Gerechtes Remis im Derby

Monatelang hatten alle auf dieses Oberliga-Derby hingefiebert, am gestrigen Sonntag war es endlich soweit: Die Frauenfußball-Teams der Nachbarvereine Rot-Weiß und Sparta traten im Pflichtspiel gegeneinander an. Nach spannenden 90 Minuten trennten sich der gastgebende Aufsteiger und der letztjährige Dritte leistungsgerecht 2:2 (1:1).

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Nachbarduell: Rot-Weiß-Spielerin Lisa Wedekamp (l.) im Zweikampf mit Spartas Sandra Glitsch.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Die beiden Coaches – Hans-Werner Wehmeyer von Rot-Weiß und Norbert Meyer von Sparta – zeigten sich vor dem Anpfiff völlig gelassen, anders ihre Spielerinnen:

„Denen merkt man die Nervosität an“, berichtete Meyer, und Wehmeyer ergänzte, dass „die Mädchen eine angespannte Ruhe zeigen“.

Mit letzterer war es bald vorbei, denn es waren noch nicht einmal zehn Minuten gespielt, da klingelte es bereits: Hohe, weite Flanke von Inga Große, an die die eher kleingewachsene RW-Keeperin Jaqueline Schulz nicht herankommt, Sparta-Torjägerin Jennifer Rust steht goldrichtig und wuchtet den Ball mit der Stirn über die Linie: 0:1 (9.).

In der Folge waren die Gäste etwas besser, zeigten sich spielerisch reifer und gewannen mehr Zweikämpfe. Doch dann zog beim Favoriten – wie so oft in den vergangenen Spielzeiten – der Schlendrian ein und Rot-Weiß kam auf. In der 41. Minute dennoch fast das 0:2: Eckball, Kopfballvorlage Große, doch Lisa König schießt aus kurzer Distanz über das Tor. Das sollte sich rächen: Im Gegenzug gibt es Freistoß für die Heimelf, Jasmina Schulze passt den Ball scharf nach innen und Sabrina Volkmar verwandelt direkt zum 1:1 (43.).

Nach dem Wiederanpfiff wollten es die Spartanerinnen wissen, übernahmen sofort die Initiative. Pech für sie, dass in der 47. Minute Schiri Cocirla (Northeim) nach einem Bodycheck von Becker gegen Rust nicht auf den Punkt zeigte. So dauerte es bis zur 63. Minute, ehe die Meyer-Elf erneut in Führung ging: Sandra Ritter zieht aus 18 Metern ab, Jaqueline Schulz ist zu spät unten und der Ball schlägt im Eck ein: 1:2.

Doch verlieren wollten die Rot-Weißen die Partie nicht, warfen noch mal alles nach vorn. In der 69. Minute tankt Janina Kellner sich auf links durch und überwindet Torfrau Nina Hall, nicht jedoch Anna Niederhofer, die gerade eben noch auf der Linie klären kann. Nicht ganz so gut die Rettungstat von Heike Böhme in der 82. Minute: Beim Versuch, Xheyahire Zanis scharfen Flachpass abzuwehren, trifft die Abwehrspielerin zum 2:2 ins eigene Tor. Am Ende hätten die Rot-Weißen fast noch gewonnen, doch Nina Hall kratzt Helen Pruefers Schuss aus kurzer Distanz von der Linie (89.).

Am Ende jubeln die Rot-Weißen („humpta, humpta, tätärä“), bei den Spartanerinnen herrscht nur Schweigen. Die beiden Trainer sind sich einig: „Ein gerechtes Remis.“

RW : Schulz – S. Volkmar, Zani, Schulze – Jansen, Stehl, F. Volkmar (70. Pruefer), Diekgerdes, Becker – Wedekamp, Kellner. – Sparta: Hall – Niederhofer, Böhme, Glitsch – Große, König, Ritter (83. Wrisberg), Papen, Landinghoff, Jühne – Rust (83. Abdulahi).
  Tore : 0:1 Rust (9.), 1:1 S. Volkmar (43.), 1:2 Ritter (63.), 2:2 Böhme (82., Eigentor).

Von Hauke Rudolph

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