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„Es hat sofort Knack gemacht“

Markus Diederich „Es hat sofort Knack gemacht“

Sein Comeback dauerte nur knapp zehn Minuten. Dann prallte Markus Diedrich vom SC Eichsfeld III in der 2. Fußball-Kreisklassen-Partie mit Krebecks Torwart Florian Otto zusammen, fiel unglücklich auf die Schulter und musste mit Schlüsselbeinbruch ins Duderstädter Krankenhaus gebracht werden.

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Für ihn ist die Fußball-Saison nach einem Bruch des linken Schlüsselbeins vorzeitig beendet: Markus Diedrich, Stürmer des SC Eichsfeld.

Quelle: Pförtner

Desingerode. „Es hat sofort Knack gemacht“, erinnert sich der Verletzte an die Momente nach dem unglücklichen Sturz, der so schwerwiegende Folgen hatte: „Ich weiß auch nicht, warum ich nicht richtig abgerollt bin.“ Dass der Tag in der Notaufnahme weitergehen würde, ahnte Diedrich spätestens, als er vorsichtig versuchte, die Schulter zu bewegen: „Da habe ich gemerkt, wie die Knochen aneinandergerieben haben.“ Nach einigen Verletzungen zuvor hatte der 31-Jährige, der in Desingerode wohnt, ein Jahr ausgesetzt. Da beim SC III Personalnot herrschte, fragte das Team beim ehemaligen Angreifer der ersten Mannschaft an, ob Diedrich nicht „zwei, drei Spiele“ aushelfen könne. Der Bundespolizist, der eigentlich schon mit dem Fußball abgeschlossen hatte, erklärte sich dazu bereit - und trägt nun einen Rucksackverband. „Ich hoffe, dass ich um eine Operation herumkomme“, sagt der Stürmer. Nach der Fraktur, soviel steht für den Pechvogel fest, wird er künftig nicht mehr auf Torejagd gehen: „Jetzt ist endgültig Feierabend. Andere kämpfen sich nach zwei, drei Kreuzbandrissen immer wieder ran. Davor habe ich großen Respekt, aber das ist nichts mehr für mich.“

Besonders verletzungsanfällig war der gebürtige Gieboldehäuser zuvor nie gewesen. „Ich hatte mal eine Bänderdehnung, aber das war es dann. In dieser Hinsicht hatte ich immer Glück.“ In den letzten anderthalb Jahren erwischte es Diedrich dann aber mit verhängnisvoller Regelmäßigkeit. Bei einem Freundschaftsspiel mit seinem Arbeitgeber, der Bundespolizei, brach sich der Eichsfelder die Nase, verletzte sich anschließend an der Hand und im Pokalfinale im vergangenen Sommer im Endspiel gegen den FC Lindenberg-Adelebsen - ebenfalls nach einer Kollision mit dem Torwart - an Ohr und Nase.

Statt sich nach Verletzungen wieder mühsam zurück zu arbeiten („Langsam reicht es“), wird sich der Familienvater fortan nur noch um Frau und Kind kümmern. Der Sommerurlaub ist schon gebucht, im Juni fliegen die Diedrichs nach Tenerifa. Bis dahin wird sich der Schlüsselbeinbruch-Geplagte so gut es geht schonen, um die Ferien nicht als Patient verbringen zu müssen, sondern aktiv genießen zu können. „Ich hoffe, bis dahin bin ich wieder genesen“, sagt Diedrich.

Rucksackverband soll stabilisieren

Der Rucksackverband wird bei einem Bruch des Schlüsselbeins dazu verwendet, um die Schulter zu stabilisieren und ruhig zu halten. Eine Schulterbandage wird dazu verwendet, um das Schlüsselbein zu fixieren. Dabei werden die Schultern nach hinten gezogen, um den Rücken gerade zu halten und Schmerzen zu lindern. Der Rucksackverband muss in der Regel für vier bis sechs Wochen getragen werden. In dieser Zeit sollte der Patient körperliche Anstrengungen möglichst vermeiden. Da er durch das Tragen des straffen Verbandes und der Schmerzen in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, fallen alltägliche Dinge wie das Anziehen einer Jacke zunächst schwer.

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