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FC Lindenberg-Adelebsen bringt 1. SC Göttingen 05 zu Fall

Fußball-Bezirkspokal: Kreispokal-Sieger besiegt Favoriten nach Elfmeterschießen FC Lindenberg-Adelebsen bringt 1. SC Göttingen 05 zu Fall

Nils Fiege sollten sie beim FC Lindenberg-Adelebsen zwar noch kein Denkmal setzen, aber ein paar Baby-Spielzeuge als Geschenk wären möglicherweise bald angebracht. Vom Anfeurungsruf „Nils, ich will ein Kind von dir“ einer jungen Blondine ließ sich der Torwart des Kreispokal-Siegers zu Höchstleistungen in einem dramatischen Elfmeterschießen treiben.

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Hat einen schweren Stand: 05-Linksaußen Jannik Psotta (vorn) wird von FCLA-Verteidiger Timo Kleinschmidt hart rangenommen.

Quelle: Pförtner

Adelebsen. An dessen Ende stand der größte Pokalerfolg in der Vereinsgeschichte des FCLA – und eine Blamage des favorisierten Landesligisten 1. SC 05, der in einem packenden Erstrundenduell um den Fußball-Bezirkspokal von den Platzherren mit 10:9 (1:1, 1:0) aus dem Wettbewerb gekickt wurde.

Die allerwenigsten der 254 Zuschauer dürften je zuvor einen derart spektakulären Shootout vom Punkt erlebt haben. Für beide Mannschaften mussten alle elf Spieler antreten, erst nach dem 22. Elfmeter war das Duell entschieden. Fiege verlud zunächst cool seinen Torwart-Kollegen Robin Windel, anschließend parierte er dessen Strafstoß. Zuvor hatte der Matchwinner die Schüsse von Mladen Drazic und Alexander Ludwig entschärft.

Nachdem seine Mitspieler die Jubeltraube über ihm wieder aufgelöst hatten, und einige von ihnen ulkten, Fiege halte sonst nie Elfer, sagte der der Keeper: „Zumindest selbst geschossen habe ich zum ersten Mal, gehalten dagegen schon öfters. Mit dem Sieg hätte ich niemals gerechnet, wobei trotz einer super Leistung ein bisschen Glück dabei war.“

Tief enttäuscht trotteten derweil die in rotgekleideten Schwarz-Gelben Richtung Tribüne zu ihren per Fanbus mitgereisten Anhängern. Manager Jan Steiger stand der Frust ins Gesicht geschrieben. „Unsere Leistung war nicht Landesliga-tauglich“, schimpfte er nach einer einfallslosen Vorstellung der Göttinger. Die belagerten zwar in Hälfte zwei den Adelebser Strafraum, mehr als zahlreiche Ecken sprangen allerdings kaum heraus.

Lediglich vier herausgespielte Großchancen sind gegen einen zwei Klassen tiefer spielenden Gegner zu wenig. „So sehen zumindest einige Akteure, wo sie stehen. Wir müssen geduldiger sein, dürfen es nicht so früh mit hohen Bällen versuchen. Auf Trainerteam und Mannschaft wartet viel Arbeit“, stellte Steiger klar.

Die Gastgeber waren indes mit einer simplen Taktik erfolgreich: tief stehen, bissig sein, und lange, hohe Bälle in die Spitze schlagen. So trat ein weiterer Torwart in Erscheinung. Florian Borrs, der jahrelang verlässlich die Kästen mehrerer Klubs hütete, lief als Feldspieler auf und köpfte nach einem Freistoß zur bis dato nicht unverdienten Führung des krassen Außenseiters ein (26.). „Die Jungs haben sich für eine riesige Leistung belohnt“, befand FCLA-Spielertrainer Björn Nolte.

FCLA: Fiege – Kleinschmidt, Kahya, Burzynski – Schroeder, Borrs (78. Nolte), Dominioni, Veltmaat, Boßmann – Küs – Bitzer. – 05: Windel – Käding, Hesse, Schlieper (46. Paramarajah), Ludwig – Washausen, Bodenbach, Pampe, Psotta – Bruns (46. Daube), Drazic. – Tore: 1:0 Borrs (26.), 1:1 Psotta (86.). - Elfmeterschießen: 2:1 Dominioni, Fiege hält gegen Drazic, Kahya trifft den Pfosten, 2:2 Käding, 3:2 Schroeder, 3:3 Psotta, 4:3 Boßmann, 4:4 Daube, 5:4 Küs, 5:5 Hesse, 6:5 Bitzer, 6:6 Washausen, 7:6 Veltmaat, 7:7 Pampe, 8:7 Kleinschmidt, 8:8 Bodenbach, Windel hält gegen Burzynski, Fiege hält gegen Ludwig, 9:8 Nolte, 9:9 Paramarajah, 10:9 Fiege, Fiege hält gegen Windel.

Von Rupert Fabig

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