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FFC Renshausen trifft im Derby auf ESV Rot-Weiß Göttingen

Leidenschaft statt Angst FFC Renshausen trifft im Derby auf ESV Rot-Weiß Göttingen

Fußball ist manchmal ein seltsames Spiel. Findet jedenfalls Wendelin Biermann, Trainer des Frauenfußball-Oberligisten FFC Renshausen. Seine These bezieht Biermann dabei jedoch nicht auf seine eigene Mannschaft, sondern auf den kommenden Gegner, den ESV Rot-Weiß Göttingen, den die Eichsfelderinnen am morgigen Sonntag auf dem Sportplatz am Kressenanger empfangen. Anstoß der Partie mit Derbycharakter ist um 11 Uhr.

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Gefährliche Stürmerin: Auf Göttingens Marie Diekerdes (l.) müssen Renshausens Lalé Olgay und ihre Mitspielerinnen besonders aufpassen.

Quelle: Theodoro da Silva

Eichsfeld. „Es ist schon komisch, dass Rot-Weiß derzeit nur Siebter ist. Mit diesem Potenzial müssten sie eigentlich weiter oben stehen.

Ich zähle sie zu den drei stärksten Mannschaften der Liga“, erklärt Biermann und sieht seine Elf, die als Zehnter mitten im Kampf um den Klassenerhalt steckt, deshalb auch als Außenseiter.„Zahlreiche Spielerinnen von denen haben bereits in der Regionalliga gespielt“, berichtet Renshausens Trainer. Mit Marie Diekgerdes können die Gäste aus der Universitätsstadt gar auf eine Offensivkraft zurückgreifen, die bereits Erfahrungen in der 2. Bundesliga sammelte.

„Das ist vielleicht die beste Spielerin der ganzen Oberliga“, lobt Biermann. Julia Deppe, die in der vergangenen Saison noch für die Eichsfelderinnen auflief, erzielt ihre Treffer – in dieser Spielzeit bislang sieben – nun ebenfalls für die Göttingerinnen, die von der ehemaligen österreichischen Nationalspielerin Ilse Kuck betreut werden. „Das ist eine Supertrainerin“, versichert Wendelin Biermann respektvoll.

Bei allen Superlativen, die Renshausens Trainer bemüht, um die Stärke des morgigen Gegners herauszustellen, chancenlos sieht er seine junge Mannschaft nicht. „Wir werden dagegenhalten, das Beste aus uns rausholen und kräftemäßig alles investieren“, verspricht der engagierte FFC-Coach, der den Druck an die Göttingerinnen weitergibt: „Wir haben nichts zu verlieren und können befreit ans Werk gehen.“

Personell hofft Biermann darauf, dass sich die Lage bis Sonntag entspannt hat. Es sehe jedoch ganz gut aus, berichtet er, „deshalb wollen wir auch unbedingt spielen“. Leistungsträgerinnen wie Abwehrchefin Katharina Heuerding – die zuletzt in Ahlten noch geschont worden war – meldeten sich einsatzbereit.

„Wenn wir es schaffen, wie bisher Leidenschaft auf den Platz zu bringen, dann werden wir Rot-Weiß hoffentlich ein knappes Spiel liefern können“, sagt Renshausens Trainer.

Von Christian Roeben

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