Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Florian Thamm will SV Göttingen in die Oberliga schießen

Neuzugang der Schwarz-Weißen Florian Thamm will SV Göttingen in die Oberliga schießen

„Am liebsten habe ich das Spielfeld vor mir“ – die neue SVG-Offensivkraft Florian Thamm bevorzugt es, das Angriffsspiel seines Teams aus der sogenannten Tiefe des Raumes heraus anzukurbeln.

Voriger Artikel
Göttinger Marco Akcay ist der tanzende Fußballer
Nächster Artikel
SG Bernshausen/Seeburg will Meister werden

„Wenn die Fitness stimmt, kann ich dem Team weiterhelfen“: SVG-Neuzugang Florian Thamm im Tageblatt-Gespräch.

Quelle: Vetter

Göttingen. Auf dieser Position trifft der 26-Jährige, der zuletzt fünfeinhalb Jahre für den Oberligisten Eintracht Northeim gespielt hat, am Sandweg allerdings auf starke Konkurrenz, denn immerhin spielen Regisseur Florian Evers und der spanische Edeltechniker Josu Vicuna beim Tabellenführer der Fußball-Landesliga.

„Defensiv ist nicht so meine Stärke, aber wenn die Fitness stimmt, kann ich dem Team sicher weiterhelfen“, sagt Thamm.

Der Wechsel von Northeim nach Göttingen kam kurzfristig zustande, und das hatte seinen Grund: Die Eintracht wollte Thamm nicht mehr haben. „Der Trainer plant nicht mehr mit dir“, erfuhr Thamm am Telefon von Eintracht-Manager Hartmut Denecke.

„Der Trainer war unzufrieden mit ihm“

Sicherlich sei er „vom Fitnessstand her“ schon besser drauf gewesen, aber auf eine für ihn nachvollziehbare Begründung wartet der gebürtige Goslarer bis heute, zumal Trainer Wolfgang Schmidt ihm noch im Winter zugesichert habe, dass er wichtig für die Mannschaft sei. „Ich weiß bis heute nicht, warum sie mich nicht mehr wollten“, sagt Thamm.

„Der Trainer war unzufrieden mit ihm“, sagt Denecke auf Tageblatt-Nachfrage und wirft dem Offensivspieler mangelnde Einstellung vor. „Wir hatten den Eindruck, dass er sich nicht mehr mit den Zielen der Mannschaft identifiziert, und konnten nicht erkennen, dass er mit dem gleichen Biss zur Sache geht wie in der Anfangszeit.“ Gleichwohl habe sich die Eintracht letztlich im Guten von Thamm getrennt und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute.

In der Folge habe es einige Anfragen von anderen Vereinen wie dem 1. SC 05 gegeben, aber mit der SVG habe es „relativ schnell gepasst“, berichtet „Thammi“, wie der Neuzugang gerufen wird. Schließlich kenne er Sebastian Gehrke aus Northeimer Zeiten und Florian Evers sowie Micha Alexander von der Kleinfeld-Nationalmannschaft, mit der er bisher dreimal bei Europameisterschaften angetreten ist.

Kleinfeld-Nationalmannschaft

Im vergangenen Jahr auf Kreta, „auf einem Platz direkt am Strand“, reichte es zur Bronzemedaille, diesmal in Montenegro war ebenfalls im Halbfinale Schluss, und Deutschland wurde Vierter. In jedem Fall hat die SVG nunmehr drei Nationalspieler.

Aufgewachsen ist der Bayern-Fan Thamm in Bad Harzburg, das Fußballspielen gelernt hat er beim SC 18 Harlingerode und später in der Jugend von Eintracht Braunschweig. An der Uni Göttingen schließt der 26-Jährige in diesem Frühjahr die Studiengänge Sport und Rechtswissenschaften mit dem Bachelor ab, danach nimmt er entweder den Master in Angriff oder ein Praktikum.

Aber auch der Fußball spielt in diesem Jahr eine große Rolle – auf der Agenda steht der Oberliga-Aufstieg mit der SVG. Höhepunkt der Vorbereitung ist für Thamm das Testspiel gegen seinen alten Verein Eintracht Northeim am 11. Februar um 20 Uhr auf dem Kunstrasenplatz am Jahnstadion. In der letzten Minute zum Sieg treffen – das würde dem SVG-Neuzugang gefallen.

Von Eduard Warda

Voriger Artikel
Nächster Artikel
WarmUp: BG Göttingen gegen Bayreuth
Noch mehr Fußball