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Frauenfußball-Oberliga: Spitzenreiter gewinnt gegen FFC Renshausen

Nach 0:2-Rückstand gibt Sparta Gas Frauenfußball-Oberliga: Spitzenreiter gewinnt gegen FFC Renshausen

Im Göttinger Kreisderby der Frauenfußball-Oberliga ist Spitzenreiter Sparta mit einem 3:2 (2:2)-Arbeitssieg gegen den FFC Renshausen in die Rückrunde gestartet und hat damit den Drei-Punkte-Vorsprung vor dem MTV Barum behauptet. Der Verfolger setzte sich mit 5:0 gegen Bienrode durch.

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Ab durch die Mitte: Spartas Jennifer Rust (links) trickst Renshausens Torfrau Sarah Ottjes aus und trifft zum 2:2.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. „Es wird Zeit dass wir in die Winterpause gehen. Sollten sich noch zwei Angreiferinnen verletzen, können wir sie nicht mehr adäquat ersetzen“, verwies Sparta-Trainer Norbert Meyer auf die dramatische Personalsituation. In der 43. Minute wurde seine Befürchtung Realität, als Katharina Kottrup unglücklich auf den Ball trat, umknickte und zur genauen Diagnose in die Klinik gebracht werden musste. Bis dahin hatten die knapp 50 Zuschauer schon eine Menge gesehen.

Der FFC startete furios in die Partie. Noch nicht einmal eine Minute war gespielt, als nach einem Befreiungsschlag aus der Abwehr Renshausens Sturmspitze Lisa Schwerthelm allein vor Sparta-Torfrau Nina Hall stand und sie mit einem platzierten Flachschuss aus 18 Metern zum 0:1 überwand. Sparta fand schwer ins Spiel, und die Eichsfelderinnen nutzten die Gunst der Stunde und erhöhten in der 10. Minute durch einem Distanzschuss von Sarah Voss auf 2:0.

Erst dann kam der Tabellenführer auf Touren, gewann im Mittelfeld die entscheidenden Zweikämpfe und erkämpfte sich die ersten Torchancen, die jedoch von FFC-Torhüterin Sarah Ottjes stark pariert wurden.

Bann gebrochen

Den Bann brach Ramona Reichpietsch. Sie spielte die halbe Gästeabwehr inklusive Torhüterin Ottjes aus und traf aus kurzer Entfernung zum 1:2 (30.). Renshausen stand von nun an unter Dauerdruck, und unmittelbar vor der Halbzeit markierte Kapitänin Jennifer Rust den verdienten Ausgleich.

Nach dem Wechsel machte Sparta weiter Druck und ging mit einem strammen Flachschuss von Franziska Papen aus 30 Metern mit 3:2 in Front (50.). In der Folge hatten die Gastgeberinnen reichlich Möglichkeiten, sich weiter abzusetzen. Doch entweder wurden sie kläglich vergeben oder Latte, Pfosten oder FFC-Torfrau Ottjes standen im Weg. Bei ihr und der sehr agilen Lale Olgay im defensiven Mittelfeld durften sich die Eichsfelderinnen bedanken, dass die Niederlage nicht höher ausfiel. Selbst erspielte sich Renshausen keine einzige Torchance mehr, so dass Sparta-Torfrau Hall eine geruhsame zweite Halbzeit erlebte.

FFC-Trainer Wendelin Biermann war mit der Leistung seiner Mannschaft dennoch sehr zufrieden: „Wir haben Sparta das Leben schwer gemacht und umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Sparta-Kollege Meyer schnaufte erst mal durch: „Wir haben nahezu auf ein Tor gespielt, ich bin über den Sieg sehr glücklich.“ In Gedanken war er aber schon bei der in die Klinik gebrachten Kottrup: „Ich hoffe, die Verletzung ist nicht schwer und sie kommt bald wieder auf die Beine.“

Sparta: Hall – Wohltmann, Wrisberg, Kamp, Papen – Wilckens, Ritter, Bruch, Reichpietsch – Rust, Kottrup (43. Jühne).

Tore: 0:1 Schwerthelm (1.), 0:2 Voss (10.), 1:2 Reichpietsch (30.), 2:2 Rust (45.), 3:2 Papen (50.).

Von Dirk Sebesse

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