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Frauenfußball: Pauline Bremer im Trainingslager der Nationalelf

Göttingerin auf dem Sprung zur WM Frauenfußball: Pauline Bremer im Trainingslager der Nationalelf

Für die Göttingerin Pauline Bremer, Tabea Kemme und Jennifer Cramer wird es ernst. Das Trio des Frauenfußball-Bundesligisten Turbine Potsdam hat sich am Montagmorgen auf den Weg in die Schweiz gemacht, wo die Nationalmannschaft im idyllischen Feusisberg ihr WM-Trainingslager aufgeschlagen hat.

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Wollen sich im Schweizer Trainingslager für die WM in Kanada anbieten: Pauline Bremer, Tabea Kemme und Jennifer Cramer (v. l.).

Quelle: Kuppert

Potsdam. Ab jetzt zählt es: Wer sichert sich eines der 23 Tickets für die Frauen-Weltmeisterschaft in Kanada? 26 Spielerinnen erhalten den Feinschliff – drei von ihnen werden noch von Bundestrainerin Silvia Neid aus dem Kader gestrichen.

 
Kemme (23), Cramer (22) und Bremer (19) wollen am 31.  Mai dabei sein, wenn der Flieger nach Nordamerika abhebt. „Eine WM ist das größte Event, ein Highlight für jede von uns“, sagt Cramer, die 2013 mit der DFB-Elf den EM-Titel holte. „Wegen solcher Turnieren spielt man Fußball. Darauf arbeitet man hin.“

 

Nicht nur Cramer muss zeigen, welche Qualitäten in ihr stecken. „Natürlich liebäugle ich mit einer endgültigen Nominierung für die WM. Doch ich bleibe auf dem Boden“, sagt Kemme. Schon die Einladung zum ersten Vorbereitung-Lehrgang in die Schweiz sei ein Erfolg.

 

„Am liebsten würde ich alle Spielerinnen mitnehmen“

 

Auch Youngster Pauline Bremer will in 13 Tagen im Flugzeug sitzen. „Ich hoffe, dass die Schulter hält“, sagt die Schülerin, die gerade das Abitur gemacht hat. Beim Bundesliga-Spiel in Sand war „Pauli“ auf die Schulter gefallen und hatte sich ein Band gerissen. „Ich werde alles geben, um zu überzeugen“, sagt Bremer, die Real-Star Toni Kroos und Werder Bremen gut findet und gern Gitarre spielt.

 

Am Sonntag wird Silvia Neid ihr aus 20 Feldspielerinnen und drei Torhüterinnen bestehendes WM-Aufgebot benennen. Sie wolle sich erst einmal „einen Überblick verschaffen, in welcher Verfassung sich die Spielerinnen befinden, um sie mit gezielten Maßnahmen vorzubereiten. Ich will keine angeschlagene Spielerin mitnehmen. Wenn ich mich zwischen zwei gleich starken Spielerinnen entscheiden muss, kommt es mehr auf die Position an: Wie stark ist diese Position besetzt beziehungsweise wie flexibel ist die Spielerin? Kann sie auch noch eine andere Position spielen? Am liebsten würde ich alle Spielerinnen mitnehmen.“ Der zehntägige Lehrgang findet wie die WM überwiegend auf Kunstrasen statt.

 

Pauline Bremer findet es nach wie vor nicht gut, dass die WM-Spiele nicht auf Naturrasen ausgetragen werden. „Die Verletzungsgefahr ist viel größer“, sagt sie. „Leidenschaftlich Fußball spielt man nur auf Rasen“, so Tabea Kemme.

 

„Pauline ist eine junge, dynamische Spielerin“

 

Ob das Turbine-Trio mit zur Endrunde darf, ließ sich Bundestrainerin Neid nicht entlocken. „Pauline ist eine junge, dynamische Spielerin, muss aber noch sehr, sehr viel dazulernen. Gerade was das Ball abschirmen und die Technik angeht“, sagte sie. „Aber sie ist ja noch jung und kann das leisten. Die Jenni hat sich schon 2013 als sehr gute Außenverteidigerin durchgesetzt, die auch den Spielaufbau nach vorne betreiben kann.“ Tabea Kemme habe „eine unheimliche Power, Willen und Dynamik. Deswegen sind die drei auch in der Schweiz dabei.“ Vielleicht ja auch in Kanada.

 

Eine Bildergalerie mit Pauline Bremer gibt es unter gt-sportbuzzer.de.

Von Sebastian Morgner

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