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Frey: „Platz ist um das Dreifache überspielt“

Sportanlage auf Zietenterrassen Frey: „Platz ist um das Dreifache überspielt“

Die marode Anlage mit eigenen Augen zu sehen, sei doch etwas anderes, als von der Problematik nur zu lesen, stellt Fritz Güntzler (CDU), Vorsitzender des städtischen Sportausschusses, sichtlich beeindruckt fest, nachdem er und seine Ausschuss-Kollegen das Sportgelände auf den Zietenterrassen begutachtet haben.

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Marode Verhältnisse: Laufbahn und Sportplatz auf den Zietenterrassen.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Vor ihrer Sitzung im Vereinsheim des SC Hainberg, dessen Fußballer die Außenanlagen in erster Linie nutzen, machten sich die Mitglieder des Ausschusses sowie Oberbürgermeister Wolfgang Meyer ein Bild von den Schäden und Unzulänglichkeiten, über die die Hainberger seit langem klagen (Tageblatt berichtete).

Am augenfälligsten sind die Risse und Verwerfungen auf der großenteils welligen Tartanbahn. Sie wurde – ebenso wie der Fußballplatz – angelegt, als die Soldaten des 1994 aufgelösten Bundeswehrstandortes sich hier noch sportlich betätigten, und immer wieder mehr oder weniger behelfsmäßig repariert. Das Problem auf dem Platz und der Laufbahn sei der billige Ausbau nach Bundeswehr-DIN-Norm mit schlechtem Granulat als Untergrund und viel zu dünnem Mutterboden, erläutert Alexander Frey, Geschäftsführer der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF).

70 Spiele seit Saisonbeginn

Für die hohe Belastung durch den Sportbetrieb des SC Hainberg sei das Gelände nicht ausgelegt, stellt er klar. „Wir haben im Frühsommer für drei Monate die Nutzung des Hauptplatzes untersagt, um den Rasen zu schonen. Doch schon nach kurzem Trainings- und Spielbetrieb ist er extrem schnell abgenutzt“, beklagt er.  „70 Spiele sind hier seit Saisonbeginn ausgetragen worden“, berichtet GoeSF-Mitarbeiter Jörg Bollensen. „Das heißt, der Platz ist um das Dreifache überspielt“, fügt Frey hinzu.

Als „Fluch des Erfolges“, bezeichnet Güntzler die viel zu hohe Frequentierung der Anlage durch Sportler des SC Hainberg, dessen Mitgliederzahl in den vergangenen Jahren durch die stetig gewachsene Bevölkerungszahl im attraktiven Baugebiet rasant zugenommen hat. Nicht zuletzt für die rund 30 Jugendmannschaften müssen Trainings- und Spielmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Der zum zweiten Kunstrasenplatz umgestaltete alte Tennisplatze reicht da als Entlastungsfläche nicht aus.

Rat der Stadt entscheidet

Die GoeSF habe ein Kasseler Planungs- und Ingenieurbüro beauftragt, die Bodenverhältnisse und anderen Gegebenheiten zu analysieren und ein Gutachten mit Vorschlägen für eine möglichst kostengünstige Sanierung zu erstellen, berichtet Frey den Sportausschuss-Mitgliedern. Wenn es vorliegt, muss der Rat der Stadt entscheiden, welche Maßnahmen angesichts der leeren kommunalen Kassen ergriffen werden können, um die bestehenden Probleme zu beheben und substantielle Verbesserungen für die Nutzer des Geländes zu schaffen.

Bis es soweit ist, will die      GoeSF auftretende Schäden weiterhin so gut es geht beseitigen, damit der Trainings- und Spielbetrieb im jetzigen Umfang aufrecht erhalten werden kann. Gustav Bode, der Geschäftsführer des SC Hainberg, bedankte sich bei Frey für das bisher gezeigte Engagement der Sport- und Freizeit GmbH und versprach, sie durch freiwillige Eigenleistungen der Vereinsmitglieder weiterhin tatkräftig zu unterstützen.

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