Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Fußball: Eichsfelder Trainer gestalten die Vorbereitungsphase unterschiedlich

„In den ersten 14 Tagen seht ihr keinen Ball“ Fußball: Eichsfelder Trainer gestalten die Vorbereitungsphase unterschiedlich

Lang ist die Winterpause für die Fußballer der Region. Erst ab März kämpfen die hiesigen Bezirksliga-, Kreisliga- und Kreisklassenmannschaften wieder um Meisterschaftspunkte. Die mehrmonatige Ruhephase nutzen die Trainer, um ihren Akteuren zu Beginn Regeneration und den einen oder anderen Hallenkick zu gönnen.

Voriger Artikel
Jugendfußball: SC Eichsfeld kann sieben Junioren-Mannschaften melden
Nächster Artikel
Göttinger Fußball: Sparta holt Rietzke

Erschwerte Bedingungen: Spieler und Trainer der hiesigen Fußballclubs müssen ihr Training derzeit dem Wetter anpassen.

Quelle: Schauenberg

Eichsfeld. Was in der anschließenden Vorbereitung auf dem Programm steht, ist nicht nur von der Philosophie des jeweiligen Übungsleiters abhängig, sondern auch von den Witterungsbedingungen. Waldläufe bei Dunkelheit und Schnee sind ebenso problematisch wie die Arbeit mit Ball auf vereisten Plätzen.

„Wir versuchen, das Training in der Vorbereitung so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten“, berichtet André Metenyszyn, Trainer des SV Eintracht Hahle, der die Tabelle der 1. Kreisklasse Nord anführt.  Dazu gehören auch Badminton- und Schwimmeinheiten, „um andere Muskelpartien zu trainieren und Spaß hereinzubringen“. Die eine oder andere Laufeinheit abseits des (derzeit eher weißen) Rasens wird Meteyszyn seinen Kickern aber nicht ersparen. „Auch wenn heute überall gelehrt wird, alles mit dem Ball zu machen, ich bin da eher konservativ. Laufeinheiten gehören halt dazu, da kann sich auch keiner verstecken“, so der SV-Coach.

Einen Großteil der Konditions- und Schnelligkeitsarbeit auf dem Platz will dagegen Ercan Beyazit, Spielertrainer des Kreisligisten TSV Seulingen, erledigen. „Das macht mehr Spaß, allerdings kommt es auch auf die Bedingungen an. Wenn der Platz gefroren ist, ist das natürlich auch schwierig, weil die Verletzungsgefahr zu groß ist.“ Waldläufe, gibt Beyazit schmunzelnd zu, „habe ich selber nie so gerne gemacht“. Früher, erzählt der ehemalige Landesligaspieler des TSV Holtensen, habe es durchaus Trainer der alten Schule gegeben, die ihre Akteure zu Beginn der Vorbereitung durch die Gegend hetzten. „Die haben zu uns gesagt: In den ersten 14 Tagen seht ihr keinen Ball.“ Doch welche Inhalte die Trainer letzten Endes wählten, sei auch von ihrem persönlichen sportlichen Hintergrund abhängig gewesen: „Die, die selber Fußball gespielt haben, haben oft viel mit Ball trainieren lassen.“

Während Timo Friedrichs, Spielertrainer des Bezirksligisten SV Germania Breitenberg, seine Mannen abseits des Sportplatzes „auf der Straße“ konditionell fordern will, um möglichst schon am kommenden Sonnabend im Test gegen Oberligist 1. SC Göttingen 05 (Anstoß 16 Uhr) läuferisch auf der Höhe zu sein, möchte SG Rhume-Trainer Tobias Dietrich eine „gesunde Mischung“ einstreuen. „Auf dem Platz kann sich aber der eine oder andere Experte drücken, was das Laufen angeht“, weiß Dietrich. Seinen Jungs hat er deshalb mit auf den Weg gegeben, schon vor Trainingsstart die Joggingschuhe zu schnüren: „Das werde ich dann am Montag, wenn wir mit der Vorbereitung beginnen, überprüfen.“

Von Christian Roeben

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Tanz-WM in Pécs - der Wettkampf
Noch mehr Fußball