Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Fußball-Landesligist TSV Landolfshausen in der Saisonvorbereitung

Variabel, agierend und fleißig Fußball-Landesligist TSV Landolfshausen in der Saisonvorbereitung

„Ich möchte jeden Spieler jeden Tag ein bisschen besser machen.“ Diesen Satz (der ihm später übrigens auf die Füße fiel) sagte Jürgen Klinsmann bei seiner Vorstellung als Trainer des FC Bayern München. Yannick Schade formuliert sein Saisonziel genauso. Es ist nicht die einzige Gemeinsamkeit zwischen Klinsmann und dem neuen Coach des TSV Landolfshausen.

Voriger Artikel
Pokalrunde beginnt am 2. August
Nächster Artikel
Göttingen: 1. SC 05 gewinnt 2:0 gegen Hagenberg

Die Neuen beim TSV Landolfshausen: Yannick Höppner, Henning Neuhaus, Robert Strüber, Trainer Yannick Schade, Benni Duell und Christoph Baumann. Auf dem Foto fehlt Mert Kuybu.

Quelle: Theodoro da Silva

Bodensee. Der jetzige Nationaltrainer der USA drehte den FC Bayern 2008 auf links, Schade verfolgt beim Landesligisten ähnliche Planungen. Beim ersten öffentlichen Training auf dem Sportplatz in Bodensee präsentiert der 27-Jährige innovative Übungen. Das Geläuf ist übersät von bunten Hütchen. Auf zwei Feldern wird Drei-gegen-Drei auf vier Tore gespielt, daneben üben sich die Akteure in Eins-gegen-Eins-Situationen.

Zuvor ist sich geschlagene 30 Minuten mit einem Mobilisierungsprogramm aufgewärmt worden. Fifa 11+ heißt es und dient vor allem der Kräftigung der Rumpfmuskulatur. „Da legen wir großen Wert drauf, um Verletzungen vorzubeugen“, erklärt Schade. Zum Abschluss jeden Trainings – vor der Saison sind es zwischen vier und fünf pro Woche – steht ein Shuttle-Run. Der Trainer achtet darauf, dass die Intensität permanent am Limit bleibt.

Wir haben nur Spieler, und ich spreche ausdrücklich nicht von Neuzugängen, sondern von Verstärkungen, verpflichtet, die uns auf Aufhieb weiterhelfen. Mit jeder Einheit sehe ich mich mehr bestätigt, dass die Jungs das Vertrauen verdient haben. Vor allem sozial sind sie eine wichtige Komponente“, sagt Schade. Dass sich die Mannschaft blendend versteht, ist nicht zu übersehen. Die Spieler pushen sich bei den Übungen gegenseitig, haben trotz der Anstrengungen viel Spaß miteinander. In Anspielung auf die Kuhweide direkt hinter dem Sportplatz in Landolfshausen haben sie sich T-Shirts drucken lassen, auf denen steht: „Kuh + Ball = Landesliga.“

Den Klassenverbleib, der in der vergangenen Saison erst am letzten Spieltag glückte, sei die Basis, aber nicht das primäre Saisonziel, so der gebürtige Buxtehuder, weil man darauf nicht hinarbeiten könne. „Wichtiger ist, dass wir uns taktisch und physisch verbessern, die Einstellung professionalisieren und als Team zusammenwachsen. Am Saisonende soll dann eine Weiterentwicklung stehen.

Die lässt sich aber nicht an einem Tabellenplatz festmachen.“ Der Trainerstab soll in spätestens zwei Wochen komplett sein mit Co-Trainer, Torwart- und Athletiktrainer, Physio sowie Videoanalyst. In den kommenden Wochen stehen zum Teil ungewöhnliche Trainingseinheiten wie Schwimmen und Boxen auf dem Programm. Allerdings - und das ist ein Unterschied zu Klinsmann – wird Yoga nicht angeboten. Und Buddha-Statuen werden ebenso wenig auf dem Trainingsgelände in Landolfshausen aufgestellt.

Von Rupert Fabig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
TSC Schwarz Gold bei der WM in Pécs
Noch mehr Fußball