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Fußball-Nationalelf: Pauline Bremer aus Göttingen vor Nominierung

Kader wird am Sonntag bekanntgegeben Fußball-Nationalelf: Pauline Bremer aus Göttingen vor Nominierung

Der Countdown für die Göttingerin Pauline Bremer läuft: Am Sonntag gibt Bundestrainerin Silvia Neid den Kader für die Frauen-WM in Kanada (6. Juni bis 5. Juli) bekannt – und der 19-jährige Fußballprofi vom Bundesligisten Turbine Potsdam hofft, dabei zu sein. Die Chancen stehen nicht schlecht, zumal Bremer ihren Bänderriss in der Schulter weitgehend auskuriert hat.

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Der Ball ist ihr Freund: Pauline Bremer hofft am Sonntag auf das WM-Ticket.

Quelle: Kuppert

Göttingen. „Die Schulter macht kaum noch Probleme. Ich konnte bisher jede Einheit weitgehend schmerzfrei mitmachen“, sagt die ehemalige SVG-Spielerin über das Trainingslager der Nationalmannschaft, das momentan in Feusisberg in der Schweiz abgehalten wird. Von den 26 Spielerinnen, die hier trainieren, werden zwei Feldspielerinnen und eine Torhüterin aussortiert. Die Entscheidung wird am Sonntag bekanntgegeben.

 
Bisher jedoch ist alles Friede, Freude, Eierkuchen bei der Nationalmannschaft, das bestätigt auch Bremer. „Die Stimmung ist sehr gut. Alle freuen sich, dass es bald losgeht“, berichtet sie. „Wir trainieren viel, es bleibt aber auch genug Zeit für Team-Events oder Regeneration hier im Wellnessbereich des Hotels.“ Das Team ist im luxuriösen Panorama Resort & Spa untergebracht.

 
Bremer kann sich ziemlich sicher sein, dass sie nach dem WM-Titel mit der U-21-Nationalmannschaft im vergangenen Jahr erneut bei einer Weltmeisterschaft in Kanada auf Torejagd geht. Als Wackelkandidatinnen gelten eher Verteidigerin Kathrin Hendrich (1. FFC Frankfurt) und Stürmerin Lena Petermann (SC Freiburg), zumal Bremer eine von sechs Bundesliga-Akteurinnen war, die vom DFB für die Fan-Abstimmung zur Spielerin der Saison 2014/15 nominiert wurden. Das Voting lief bis Freitagabend, war aber bis Redaktionsschluss noch nicht beendet.

 
„Darüber freue ich mich natürlich, aber ich habe auch sehr gute Konkurrenz“, sagt die Potsdam-Spielerin am Freitag. „Die Chancen schätze ich nicht so hoch ein, da ich gerade in der Rückserie oft verletzt war und nicht so viele Spiele gemacht habe.“

 
Momentan steht jedoch die Nationalmannschaft im Vordergrund: „Es würde mir viel bedeuten, dabei zu sein. Klar, ich bin noch jung und habe noch einige Jahre vor mir. Aber ich möchte alles mitnehmen, was kommt“, hat Bremer jüngst im Interview mit den Potsdamer Neuesten Nachrichten gesagt. Davon aber, einen Platz im WM-Kader einzufordern, ist die Göttingerin meilenweit entfernt. „Ich versuche einfach im Training 100 Prozent zu geben, und am Ende liegt die Entscheidung bei der Trainerin“, sagt sie gegenüber dem Tageblatt.

 
Wichtig ist vor allem, dass sie verletzungsfrei bleibt. Ihre Anfälligkeit führt Potsdam-Trainer Bernd Schröder unter anderem auf ihr furchtloses, manchmal ungestümes Zweikampfverhalten zurück. In Zukunft soll Bremer deshalb verstärkt im technischen und koordinativen Bereich geschult werden. Vielleicht hilft auch schon, dass für sie die Doppelbelastung der Vergangenheit angehört – Bremer hat im Frühjahr in den Fächern Mathe, Deutsch, Sport und Geschichte ihr Abitur bestanden.

 
Am Sonntag wird sich herausstellen, ob sich Bremer den nächsten Traum erfüllen kann. Sie würde sehr gern zur WM fahren – aber grundsätzlich ist ihr der Teamgedanke wichtiger. „Ich denke“, sagt sie, „dass in einer Saison das Team wichtig ist, nicht einzelne Spielerinnen“.

Von Eduard Warda

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