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Fußball-Nationalspielerin besucht die Heimat

Fußball-Nationalspielerin besucht die Heimat

Am liebsten hätte sie gleich mitgespielt, aber sie kann nicht: Die Göttinger Fußball-Nationalspielerin Pauline Bremer ist verletzt, was sie allerdings nicht daran hinderte, dem GT-Sportbuzzer-Cup in der Sparkassen-Arena einen Überraschungsbesuch abzustatten.

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Beim GT-Sportbuzzer-Cup: Oberbürgermeister Rolf-Georg-Köhler mit der sportlichsten Tochter der Stadt, Pauline Bremer.

Quelle: Heller

Göttingen. Wer die Fußballverrücktheit der 19-Jährigen kennt, kann einschätzen, wie sehr der Neuzugang des französischen Serien-Meisters Olympique Lyon unter ihrer Zwangspause leidet. Am 11. November hat sie sich beim 3:1-Auswärtssieg bei Atletico Madrid einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen, „in der 26. Minute“, berichtet die frustrierte Stürmerin. Am Montag ist sie zum ersten Mal gelaufen, an Fußballtraining ist noch nicht zu denken. „Ich vermisse den Ball“, sagt sie.

Weihnachten hat Bremer bei ihrer Familie in Göttingen verbracht, insgesamt ist sie zwei Wochen lang in ihrer Heimat. Am 3. Januar geht es zurück nach Lyon, einen Tag später ist Trainingsauftakt. Die ehemalige SVG-Spielerin kann aber wahrscheinlich erst Mitte Januar wieder ins Training einsteigen.

Im Vergleich zu ihrer vorherigen Station Turbine Potsdam sei Lyon „allgemein professioneller“ aufgestellt, unter anderem wegen der Profi-Strukturen des Herrenteams. „Wir arbeiten vor allem im technischen und taktischen Bereich“, berichtet Bremer, die sich im Sturm starker Konkurrenz erwehren muss. Unter anderem die Schwedin Lotta Schelin und die Norwegerin Ada Hegerberg spielen für Lyon.
Das deutsche Talent hat zwar in der Meisterschaft bereits dreimal und in der Champions League zweimal getroffen, eine Einsatzgarantie im Angriff hat sie aber nicht. Weil der Trainer nicht auf Bremer verzichten wollte, stellte er sie vor ihrer Verletzung als rechte Außenverteidigerin auf. „Ich glaube, auf dieser Position hatte ich vorher noch nie gespielt“, sagt die Göttingerin. „Es ist eine laufintensive Position, im Sturm ist es etwas entspannter.“ Sie spiele aber auf jeder Position, betont sie.

Ihr großes Ziel in diesem Jahr ist Olympia in Rio, auch wenn sie durch ihre Verletzung einige Länderspiele verpasst hat. „Das ist schon blöd. Es wäre gerade im Hinblick auf Olympia wichtig dranzubleiben“, sagt sie. Zumindest steht sie in regelmäßigem Kontakt mit Bundestrainerin Silvia Neid.

Mit Lyon hofft Bremer, die mit dem Fahrrad zum Training fährt, auf den Finaleinzug in der Champions League. Doch das ist noch Zukunftsmusik. Ihre Zeit in Göttingen hat sie genutzt, um etwas „mit alten Göttinger Mädels“ zu machen – Freundinnen zu treffen. Vor allem freut sie sich aber auf ein Wiedersehen mit ihrem besten Freund: dem Ball.

Von Eduard Warda

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