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Fußballfest wird zur Horrorshow

Fußball-Landesliga Fußballfest wird zur Horrorshow

Noch zur Halbzeit hatte es für den SCW Göttingen, Spitzenreiter der Fußball-Landesliga, nach einem erneuten Fußballfest ausgesehen, doch die zweite Hälfte des Spitzenspiels vor rekordverdächtigen 200 Zuschauern gegen den SSV Vorsfelde wurde zu einer Horrorshow. Für die Weender war der Schiedsrichter Schuld an der 1:3 (1:0)-Pleite.

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Alle Hände voll zu tun: Moritz Kettler kommt zu spät, Rick Bewernick zieht ab, und der eingewechsete Ersatztorwart Philipp Sudek pariert.

Quelle: Peter Heller

Weende. Das Weender Drama nahm in der 60. Minute seinen Lauf, als der eingewechselte Vorsfelder Dustin Reich von SCW-Keeper Alexander Krueger von den Beinen geholt wurde. Elfmeter? Klar! Aber auch Rot? Darüber schieden sich die Geister. Krueger jedenfalls musste runter, und Rick Bewernick ließ sich die Chance zum 2:1 für Vorsfelde nicht entgehen (62.).

SCW-Trainer Marc Zimmermann warf Schiedsrichter Lars Lohmann aus Kissenbrück vor, bereits in den Situationen vor dem 1:1 (47.) und dem Strafstoß daneben gelegen und so die Gefahr erst heraufbeschworen zu haben. „Wie kann man so in ein Spitzenspiel eingreifen?“, fragte der Coach, dessen Team die Partie zu acht beendete.

André Weide sah Gelb-Rot wegen Ballwegschlagens (71.), Mike Strauß ebenso, weil er seinen Gegenspieler Dennis Pollak im eigenen Strafraum von hinten attackierte, dabei allerdings auch den Ball spielte (82.). Zudem fehlt im nächsten Heimspiel gegen Calberlah Julian Kratzert, der die fünfte gelbe Karte kassierte. Für das Foul von Strauß gab es einen Strafstoß, den wiederum Bewernick souverän zum 3:1 verwandelte.

Dabei war der erste Durchgang eines Spitzenspiels würdig gewesen: Vorsfelde hatte mehr vom Spiel, der SCW ließ hier und da seine Torgefahr aufblitzen. „Es war ein gutes Fußballspiel“, meinte auch Zimmermann. Das 1:0 durch Maikel König nach brillanter Vorarbeit von Kratzert, der sich von links in den Strafraum hineingedribbelt hatte, war etwas überraschend gefallen (30.), die Halbzeitführung gegen einen starken Tabellenzweiten war allerdings durchaus verdient gewesen.

„Vorsfelde hat gut gespielt, keine Frage“, resümierte Zimmermann, der sich erneut so aufgeregt hatte, dass auch er hinter die Bande musste. „Aber normalerweise gehen die hier niemals mit drei Punkten vom Platz. Das haben wir dem Schiedsrichter zu verdanken.“ Ein frustrierendes Ende eines Spitzenspiels, zumal die Vorsfelder auch noch auf dem Weender Platz feierten, was Zimmermann gar nicht passte. Einziger Trost: Der SCW behält die Tabellenführung. - Tore: 1:0 König (30.), 1:1 Reich (47.), 1:2, 1:3 Bewernick (62./FE, 82./FE).

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