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Göttingen 05: „In Gifhorn Vertrauensvorschuss verspielt“

Fußball-Landesliga Göttingen 05: „In Gifhorn Vertrauensvorschuss verspielt“

Der Geduldsfaden mit der Landesliga-Mannschaft des 1. SC 05 wird bei Anhängern und Verantwortlichen immer dünner. Nach der 0:6-Pleite der Schwarz-Gelben am vergangenen Sonntag in Gifhorn scheint er zumindest bei Präsident Jens Handkammer und seinen Vorstandskollegen kurz vorm Zerreißen zu sein.

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Schwarz-gelbe Leidensgefährten: 05-Trainer Arunas Zekas (r.) und seine Vorgänger Nadjeh Braham (l.) und Martin Wagenknecht.

Quelle: Montage: Pohl

Göttingen. „Wir haben am letzten Mittwoch – drei Tage nach der 0:3-Heimniederlage gegen Vorsfelde, durch die wir erstmals auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen sind  – mit Trainer Arunas Zekas und dem Team über die sportliche Situation gesprochen und ihnen klar gemacht, dass wir uns die Spiele in Gifhorn und jetzt am Mittwoch beim FC Braunschweig hinsichtlich einer sportlichen Verbesserung intensiv anschauen, um dann zu sehen, wie es weitergeht“, berichtet der Präsident. „Mit dem 0:6 in Gifhorn hat die Mannschaft schon eine Menge Vertrauensvorschuss verspielt“, unterstreicht Handkammer.

 
Er müsse konstatieren, dass die Mannschaft angesichts des vor Saisonbeginn selbst formulierten Anspruchs, um den Aufstieg mitspielen zu wollen, ihrem Ziel deutlich hinterher hinkt, stellt der Präsident mit Hinweis auf fünf Niederlagen in Folge fest. „Der Vorstand hingegen hat von vornherein betont, dass es in erster Linie darauf ankommt, die Klasse zu sichern.“ Selbst dieses Ziel sei aktuell in Gefahr, verfehlt zu werden.    

 
Welche Konsequenzen es haben wird, wenn die Schwarz-Gelben auch beim drei Punkte besseren Tabellenelften FC Braunschweig den Kürzeren ziehen, ließ Handkammer offen. „Wir erwarten auf jeden Fall eine sportliche Steigerung und mindestens einen Punkt. Wenn das nicht klappt, werden wir bis zum Wochenende, also vor unserem Heimspiel am Sonntag gegen den BSC Acosta, eine Entscheidung fällen.

 
Arunas Zekas weiß aus langjähriger Erfahrung, dass beim Versuch der Krisenbewältigung fast immer der Trainer als schwächstes Glied in der Kette über die Klinge springt, akzeptiert es aber. „Ich habe kein Problem damit, wenn der Vorstand  meint, mit Zekas geht es nicht weiter“, versichert der ehemalige litauische Nationalspieler. Ihm ist bewusst, dass ihm bald das gleiche Schicksal blühen könnte wie seinen Vorgängern Nadjeh Braham und Martin Wagenknecht, die vergeblich versucht hatten, die 05-Mannschaft zum sportlichen Erfolg zu führen.

 
Er glaube weiter fest daran, dass sein Team den Hebel noch umlegen und an den 5:0-Auftakterfolg im Derby gegen den SCW anknüpfen kann. „Die Einstellung und die spielerische Qualität sind da, es ist nur eine Frage der Psychologie. Die Jungs haben inzwischen solche Angst zu verlieren, dass sie völlig verkrampfen und unverständliche Fehler machen. Da muss ich sie ganz schnell wieder aufbauen.“

 

Von Michael Geisendorf

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