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Göttingen 05 sendet Lebenszeichen in Fußball-Oberliga

Braham fühlt sich bestätigt Göttingen 05 sendet Lebenszeichen in Fußball-Oberliga

Mit einigen wenigen Punkten Rückstand in die Winterpause zu gehen, das würde ihm mit seiner neuformierten Mannschaft schon reichen, hat 05-Trainer Najeh Braham vor einiger Zeit gesagt. Seit Sonntag, 5. Oktober, ist der Tabellenletzte der Fußball-Oberliga diesem Ziel wieder einen Punkt näher gekommen.

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Paschalis Papadopoulos (vorn), hier gegen den Wolfsburger Torschützen Andrea Rizzo, zeigt im Mittelfeld eine gute Leistung.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Was jedoch viel mehr zählt: Indem der 1. SC 05 im Heimspiel gegen Lupo Martini Wolfsburg aus einem 0:3 ein 3:3 gemacht hat, stellte er unter Beweis, dass die Mannschaft funktioniert und bereit ist, alles zu geben.

Trainer Braham, in den vergangenen Wochen wegen seiner direkten und wohl auch etwas groben Ansprache in die Kritik geraten, war besonders erleichtert: Ihm kullerten nach dem Punktgewinn in letzter Minute die Tränen über die Wangen. Der Doppeltorschütze Lamine Diop, berichtete Braham, habe ihm gesagt: „Endlich habe wir dich mal glücklich gemacht“ – zu viel für den Trainer, die Emotionen übermannten ihn.

Zuvor sei er in der Pause beim Stand von 1:3 „richtig laut“ geworden, so der Trainer. Und das zu Recht: Lupo war im Vergleich mit dem souveränen 5:0-Erfolg im Pokal nicht wiederzuerkennen, leistete sich viele Fehler. „Eigentlich hätten wir gewinnen müssen“, konstatierte Co-Trainer Karsten Koch.

Ein intaktes Team

„05 lebt“, resümierte Florian Steinhauer, der nach einer Pause wegen Unstimmigkeiten mit dem Trainer sein erstes Pflichtspiel absolvierte – und gleich nach seiner Einwechslung Diop verbal zusammenfaltete. „Wenn man ein bisschen Aggression reinbringt, ist das ganz gut. Man hat gesehen, dass es gewirkt hat“, sagte Steinhauer. Auch so etwas zeichnet ein intaktes Team aus.

Diop war mit zwei Toren zweifellos der Mann des Tages. Sein Erfolgsgeheimnis: Er trug erstmals das Trikot mit der Nummer 14, der Nummer seines Idols Thierry Henry. Aber auch Sturmpartner Robert Crespo ist wieder voll im Saft, nach seiner Rotsperre spielt er wie ausgewechselt.

„Ich habe immer gesagt: Wir müssen kämpfen“, sagte Braham nach dem Schlusspfiff, und es klang diesmal nicht wie eine Durchhalteparole. Die Spieler gehen für ihn durchs Feuer, das ist spätestens seit Sonntag klar – Diop wollte sich erst mal in eine kalte Badewanne legen. „Endlich hatten wir das Glück auf unserer Seite“, sagte er.

Von Eduard Warda

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