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Göttingen 05 verschenkt Heimsieg

Fußball-Landesliga Göttingen 05 verschenkt Heimsieg

Es hat nicht ganz zum Dreier gereicht, und trotzdem gab es am Ende anerkennenden Applaus: Der 1. SC 05, bisheriges Schlusslicht der Fußball-Landesliga, kam gegen den TSV Hillerse nicht über ein 0:0 hinaus – trotz 40 Minuten in Überzahl.

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Der 05er Nicola Grupe (links) im Zweikampf mit dem Hillerser Jonas Müller, der später Gelb-Rot sieht.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Nach einem übernervösen Beginn der Gastgeber mit vielen Abspielfehlern hatte sich am Sonntag ein ausgeglichenes Spiel entwickelt.

Nach Gelb-Rot für den Hillerser Jonas Müller benötigte 05 zwar einige Zeit, um Druck aufzubauen, später jedoch sahen 185 Zuschauer im Maschpark ein Spiel auf ein Tor.

Zählbarer Erfolg blieb den leidgeprüften 05ern bei der Premiere des neuen Trainers Oliver Hille jedoch versagt, auch weil die 05-Spieler bisweilen vor dem gegnerischen Gehäuse versagten. „Wir wollten wieder mal zu Null spielen. Das ist uns gelungen, aber es ist noch ein weiter Weg“, sagte Hille, der mit Phillip Portwich das 05-Trainerduo bildet.

Der gerade erst genesene Clemens Zöllner hatte den Vorzug vor Robin Windel erhalten – und musste sich zu Beginn gleich auszeichnen. Fahrlässige Abspielfehler von Tamis Metscher, der in der Innenverteidigung spielte, und Miguel Bodenbach auf der Sechser-Position, brachten Hillerse fast zum frühen Torerfolg: In zwei ähnlichen Situationen lenkte Zöllner Schüsse der frei vor ihm auftauchenden Akteure zur Seite ab, und am langen Pfosten schoss zunächst Macht vorbei (4.), und dann traf Penz nur den Innenpfosten (8.).

„Nach den ersten Minuten muss es 2:0 für Hillerse stehen“, sagte Hille. „Wir wollten, dass die Mannschaft das Spiel zentral eröffnet, aber das war wohl die falsche Ansage. Der Kopf war am Anfang gelähmt, die Spieler haben schlecht gespielt und Angst gehabt.“ Vor allem die zentrale Defensive mit Metscher und Jannis Hesse wirkte nervös, steigerte sich aber. Genauso wie Bodenbach, der später zum besten 05er avancierte, wie auch Hille fand.

In der Folge erlebten die Zuschauer ein zerfahrenes Spiel und erst nach der Pause die erste 05-Chance durch Finn Daube, die mit einer Hand zur Ecke abgewehrt wurde (50.). Nach der Ampelkarte für Müller (51.) wurde wider Erwarten nicht 05, sondern der TSV stärker, doch bei der besten Gäste-Chance rutschten zwei Spieler vor dem leeren Tor an einer Flanke vorbei (60.).

Ein robuster Einsatz von Alexander Ludwig und eine Doppelchance (67.) waren dann aber der Aufgalopp zum Endspurt, bei dem beste Chancen nicht zum Treffer reichten. Bei einem ungeahndeten Schubser gegen Paramarajah im Strafraum bestätigte Schiedsrichter Alexander Kroll seine schlechte Leistung.

Dann war Schluss, und obwohl sich die Mannschaft, die von „Euphorie getragen wurde und weniger von Strategie“ (Hille), als neuer Vorletzter nicht viel Luft verschaffen konnte, wurde sie mit viel Beifall verabschiedet.

05: Zöllner – Ludwig, Metscher, Hesse, Käding – Dogan, Pampe, Bodenbach, Grupe (34. Akcay) – Drazic, Daube (61. Paramarajah).

Von Eduard Warda

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