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Göttingerin Pauline Bremer fliegt zur WM

Über Kanada nach Frankreich? Göttingerin Pauline Bremer fliegt zur WM

Es ist lange her, und doch ging es für die Fußballerin Pauline Bremer eigentlich ganz schnell: Im Tageblatt-Porträt wurde die damals zwölfjährige SVG-Spielerin 2009 vom niedersächsischen Auswahltrainer Marek Wanik als „klein, frech und dynamisch“ bezeichnet.

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Die Göttingerin Pauline Bremer fliegt am Sonntag zur WM und wechselt offenbar zu Olympique Lyon.

Quelle: Kuppert

Göttingen. Ihr großes Vorbild hieß Birgit Prinz. Seit dem Frühjahr 2014 tritt die Göttingerin in die Fußstapfen der Nationalstürmerin, der vorläufige Höhepunkt ist ihre Nominierung für die Frauen-WM in Kanada, die am 6. Juni beginnt und zu der die heute 19-Jährige am Sonntag mit der Nationalmannschaft von Frankfurt am Main aus abhebt.

Im Gepäck hat die Göttingerin dem Vernehmen nach einen neuen Vertrag – eine Nachricht, die am späten Donnerstagabend einschlug wie eine Bombe: Der französische Serienmeister Olympique Lyon soll sich ihre Dienste gesichert haben und Bremer im Sommer vom Frauen-Bundesligisten Turbine Potsdam in die erste französische Liga wechseln. Weil ihr Vertrag in Potsdam noch bis 2016 läuft, müsste Lyon eine Ablösesumme zahlen.

Während Turbine-Trainer Bernd Schröder Verhandlungen mit Lyon bestätigte, hielt sich Bremer im Tageblatt-Gespräch am Donnerstagnachmittag noch bedeckt. Nach dem 3:1-Erfolg am Mittwoch im Testspiel gegen die Schweiz, bei dem sie in der 62. Minute für Alexandra Popp eingewechselt worden war, freute sich die Göttingerin auf ein paar Tage Pause vor dem Treffen zum Abflug am Sonntag um 10 Uhr. „Es ist ganz gut, wenn man mal raus kommt, Leute trifft und zumindest halbwegs abschaltet, bevor es dann los geht“, sagte sie.

Mit ihrem Auftritt gegen die Schweiz war sie durchaus zufrieden. „Das war in Ordnung. Es hätten nur ein paar Tore mehr fallen können“, sagte sie im Hinblick auf eine große Chance, die sie selbst in der 86. Minute vergab. Ein bisschen aufgeregt sei sie, langsam komme sie in „WM-Stimmung“.

Für Bremer, die nach ihrem Wechsel von der SVG Göttingen zu Potsdam 2012 einen steilen Aufstieg erlebte, ist die WM in Kanada eine Rückkehr: Im vergangenen Jahr feierte sie hier mit der Nationalmannschaft der U-20-Juniorinnen ihren bisher größten Erfolg – den WM-Titel. Auf dem Weg dorthin sammelte sie 2012 mit dem U-17-Nationalteam Gold bei der Europameisterschaft ein und wurde bei der U-19-EM 2013 beste Torschützin.

Nun, mit erst 19 Jahren, steht das Super-Talent des deutschen Frauenfußballs, das demnächst wahrscheinlich in Frankreich spielt, vor dem nächsten großen Schritt – der WM, die für die Deutschen am Sonntag, 7. Juni, um 22 Uhr (MESZ) mit dem Spiel gegen die Elfenbeinküste beginnt. Als Neunjährige war sie vom Kinofilm „Wilde Kerle“ dermaßen begeistert, dass sie fortan bei der SVG spielte. Nun spielt sie um die Weltmeisterschaft.

Pauline Bremer wird unter dem Titel „Post aus Kanada“ die Tageblatt-Leser exklusiv über ihre Erlebnisse bei der WM auf dem Laufenden halten. Eine Bildergalerie mit Fotos aus Bremers Karriere gibt es unter www.gt-sportbuzzer.de, ebenfalls ein Video vom Mädchenturnier Girlskick, 2009 aufgenommen von Ingrid Djakou.

Von Eduard Warda

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