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Göttingerin Pauline Bremer mit Turbine Potsdam ins DFB-Pokalfinale

„Es ist ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist“ Göttingerin Pauline Bremer mit Turbine Potsdam ins DFB-Pokalfinale

Es war ein schweres Stück Arbeit, doch es hat sich für die Göttinger Stürmerin Pauline Bremer und ihre Mitspielerinnen vom Frauenfußball-Bundesligisten Turbine Potsdam ausgezahlt: Mit einem 2:1 (1:0)-Erfolg im Halbfinalspiel beim Ligakonkurrenten 1. FFC Frankfurt zog Turbine in das Endspiel um den DFB-Pokal am 1. Mai in Köln ein.

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Bejubelt mit ihren Potsdamer Mitspielerinnen ein Tor in Frankfurt: Pauline Bremer (3. v. r.).

Quelle: dpa

Göttingen. „Es ist auf jeden Fall ein großer Erfolg und ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist“, sagt Bremer im Gespräch mit dem Tageblatt.

Dabei war die 18-Jährige angeschlagen in die Partie gegangen – bereits das Bundesligaspiel gegen den MSV Duisburg (1:0) hatte sie wegen einer Schambeinreizung sausen lassen müssen, das Duell gegen Frankfurt ließ sie sich aber nicht entgehen. „Ich war nicht 100-prozentig fit und auch nicht schmerzfrei. Aber in einem solchen Spiel beißt man dann halt auf die Zähne“, sagt Bremer, die hofft, dass sie schnellstmöglich wieder voll einsatzbereit ist. „Man weiß allerdings nie, wie lange so etwas dauert.“

Die Göttingerin gehörte gegen Frankfurt zum offensiven Dreigestirn der Potsdamerinnen, die aufgrund einer Auswärtsklatsche in der Liga zunächst abwartend auftraten. „Wir waren durch das 1:5 gewarnt und wollten in jedem Fall nicht wieder unter die Räder kommen. Frankfurt ist ja auch nicht irgendein Gegner“, unterstreicht die Nationalspielerin. „Auf der anderen Seite sind wir mit drei Stürmerinnen angetreten und haben die Tore gemacht. Die Taktik hat also funktioniert, auch weil wir eng dran standen und in der Mitte die Räume eng gemacht haben“, verdeutlicht Bremer, die bei widrigen äußeren Bedingungen einen typischen Pokalfight erlebte. „Das Wetter hat alle fünf Minuten gewechselt, und vor der Pause gab es ein Gewitter mit Hagel. Aber dann war zum Glück Halbzeit.“

In der zweiten Hälfte war die Göttingerin dann als Vorlagengeberin an der Vorentscheidung beteiligt – nach einer schönen Ballstaffette bediente sie vor dem Tor uneigennützig ihre Mitspielerin Anonma, die prompt zum 2:0 einschob. „Ich hatte selbst eine ausgezeichnete Position und habe kurz überlegt, ob ich selbst schieße. Aber dann habe ich gesehen, dass sie besser stand. Der Treffer war unheimlich wichtig“, unterstreicht Bremer, die erst kurz vor Schluss unter die Dusche durfte.

Jetzt freut sie sich auf ein „Wahnsinnserlebnis“ in Köln. Bereits vor zwei Jahren stand sie dort im Finale des DFB-Pokals, damals gab es eine 2:3-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg. Und auch am 1. Mai heißt der Gegner Wolfsburg. Der 2:0-Erfolg in der Bundesliga vor einigen Wochen ist für Turbine ein Mutmacher: „Wir wissen auf jeden Fall, was für ein Potenzial Wolfsburg hat. Wir müssen alles abrufen, was wir haben“, sagt Bremer.

Von Eduard Warda

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