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Grone setzt auf Nachwuchsarbeit

Sprenger und Renneberg bilden die Vereinsführung des FC Grone Grone setzt auf Nachwuchsarbeit

Sie wollen den FC Grone zukunftsfähig machen und setzen deshalb voll auf die Karte Nachwuchsarbeit: Peter Sprenger als Vorsitzender und Lutz Renneberg als stellvertretender Vorsitzender haben die Geschicke des Klubs übernommen.

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„Wir werden das allein nicht hinkriegen“: Lutz Renneberg und Peter Sprenger (von links) suchen innerhalb von Göttingen „Allianzen“.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. 2018, so ihr Wunsch, soll am Rehbach ein Kunstrasenplatz entstehen.

Beide Funktionäre sind Groner Eigengewächse: Der 59-jährige Sprenger hat schon in der D-Jugend als Rechtsaußen für den FC gekickt, der 51-jährige Renneberg hat kürzlich seinen ersten Spielerpass von 1970 wiedergefunden. Rennebergs Vater Dieter war in mehreren Funktionen für den FC tätig.

Die ehemaligen Talente wollen nun eine Nachwuchsoffensive starten. „Ich habe mich damals schon geärgert über zu wenig Jugendarbeit“, berichtet Sprenger. Ziel sei es, sämtliche Jugendmannschaften von der G- bis zur A-Jugend zu besetzen.

Das geht allerdings nicht im Alleingang, das ist der neuen Groner Führung bewusst: „Allianzen sind unausweichlich, wir werden das allein nicht hinkriegen“, sagt Renneberg. „Ab dem Sprung zum Großfeld gibt es erhebliche Verluste bei den Spielern.“ Der FC tausche sich deshalb mit Vereinen aus dem Stadtgebiet aus und sei „für alle Gespräche offen“.

Der FC-Vorstand mit dem rührigen Jugendleiter Nils Lengemann möchte die Kinder im übertragenen Sinn an der Schule abholen und ihnen qualifizierte Trainer bieten, damit das FC-Herrenteam Nachwuchs aus den eigenen Reihen rekrutieren kann. „Der letzte FC-Junior, der es in die erste Mannschaft geschafft hat, war Norbert Hoffmeister“, stellt Renneberg klar - Hoffmeister hatte 2006 sein Abschiedsspiel.

Der Fokus ist auf die Jugendarbeit gerichtet, aber das Herrenteam soll nicht darunter leiden. So soll der Unterbau des Bezirksliga-Tabellenführers, die zweite Mannschaft, verstärkt werden.

Zur Attraktivität könnte auch ein Kunstrasenplatz beitragen, der nach dem Wunsch des FC bereits 2018 gebaut wird, zumal der Hartplatz, eine Bezirkssportanlage, in die Jahre gekommen ist. Ein Gespräch mit dem Platzbetreiber, der städtischen GoeSF, hat bereits stattgefunden.

Neuer Ligaobmann des Klubs, der seine Verbindlichkeiten von einer knappen viertelmillion Euro vor einigen Jahren auf aktuell weniger als 70 000 Euro abgebaut hat, ist Hartmut Kachel. Auch Jonathan Döhling, der sich um die Medienarbeit kümmert, stammt aus dem Team des Sparkasse & VGH-Cups, dessen Veranstalter Rennebergs Fest GmbH ist.

Momentan sei der Vorstand des knapp 300 Mitglieder starken Klubs noch in der Findungsphase, am Freitag steht eine Bestandsaufnahme an. Renneberg: „Wir sichten die Zahlen.“ Bis Freitag soll sich auch die SVG Göttingen, Kooperationspartner bei zwei Fußballturnieren, erklären - für eine atmosphärische Störung habe sich der FC mittlerweile entschuldigt, und wenn die SVG nun „Voraussetzungen erfüllt“, werde die Kooperation von Grone aus fortgesetzt.

Peter Sprenger:

FC-Vorsitzender: Der Groner war von 2003 bis 2015 Prokurist der DPD Geopost, bevor er aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste. Lutz Renneberg habe daraufhin „die Fühler ausgestreckt“ und den 59-Jährigen für den FC-Vorsitz gewonnen. Beim Klub vom Rehbach war er bereits 19 Jahre lang in der Jugendarbeit tätig. Sprenger ist verheiratet, hat zwei 30 und 33 Jahre alte Söhne und wird dieser Tage zum zweiten Mal Großvater.

Lutz Renneberg

Stellvertretender FC-Vorsitzender: Seit Jahren in Lenglern wohnhaft, hat der Unternehmensberater, Veranstalter und Manager von Mirko Slomka Wurzeln beim FC Grone. Durch eine Kooperation folgte ab 1989 der Wechsel zur SVG, für die der heute 51-Jährige das A-Juniorenturnier aufbaute, das er zum SCW (1999 bis 2007) mitnahm und das er heute als Sparkasse & VGH-Cup veranstaltet. Renneberg ist verheiratet und hat zwei Söhne und eine Tochter.

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