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Doppeltorschütze wird zur Kasse gebeten

Fußball-Kreispokal Doppeltorschütze wird zur Kasse gebeten

Er schrieb die Geschichte des Fußball-Kreispokal-Finales der Kreisligisten zwischen dem SV Eintracht Hahle und dem SC Eichsfeld. Hahles Kapitän Kevin Nieger schnürte einen Doppelpack und hatte damit großen Anteil am 3:0-Erfolg seiner Mannschaft.

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Kevin Nieger, Kapitän des SV Eintracht Hahle, bejubelt im Pokalfinale seinen Treffer zum 3:0 gegen den SC Eichsfeld.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Eichsfeld. In der kompletten Meistersaison war dem 23-Jährigen kein Treffer geglückt. Im Endspiel entdeckte der Kapitän jedoch seinen Offensivgeist, preschte zweimal nach vorne und netzte ein. „Wahnsinn“, fand das sein Trainer André Metenyszyn, der gegen seine morgendliche Nervosität ein einfaches Mittel gefunden hatte: „Ich war mit meiner Tochter joggen, jetzt ist alles gut“, berichtete Metenyszyn rund eine Stunde vor dem Anpfiff.

Spätestens nach dem 3:0, das Torschütze Nieger mit einem Ohrenschrauber a la´ Luca Toni feierte, flippten die Hahle-Fans vollends aus. Sie trommelten und schrien und zündeten vor dem Anpfiff und nach dem Abpfiff kleine Bengalos. In den Rauchschwaden hätte sich Timo Diederich wohl am liebsten versteckt. Der Coach des SC Eichsfeld, der seinen Posten nun räumt, hatte sich zum Abschied sehnlichst einen Sieg gewünscht. Doch dazu reichte die Durchschlagskraft seiner Elf an diesem Tag einfach nicht aus. Und so schritt der 35-Jährige nach dem Schlusspfiff erst ein wenig abseits des Trubels gesenkten Hauptes von dannen, stützte sich dann auf die Knie und starrte mit leerem Blick auf den Rasen. Mehr als ein „Das ist bitter“, konnte der scheidende Trainer nach der deutlichen Niederlage nicht herauspressen.

Deutlich ausgelassener ging es nur wenige Meter daneben zu. Hahles Torjäger Raphael Kopp, der zum 1:0 per Kopf getroffen hatte, brüllte in der Mitte des Kreises, den seine Teamkollegen gebildet hatten, Siegesparolen, die lautstark wiedergegeben wurden. Mittendrin Kapitän und Doppelpacker Nieger. „Ich schätze mal, eine Kiste pro Tor muss ich jetzt springen lassen“, erkärte der Teamleader freudestrahlend.

Feucht-fröhlich hatte zuvor bereits Kreisklassist SG Pferdeberg seinen 4:2-Erfolg gegen die SG Drammetal zelebriert. Trainer Ludger Wüstefeld hatte nach den Bierduschen, die seine Jungs ihm verpasst hatten, aber immer noch gut lachen. Fluchtversuche, verriet der ehemalige Spieler, wären ohnehin ein aussichtloses Unterfangen gewesen: „Dazu bin ich inzwischen zu langsam“, gab Wüstefeld zu.cro

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