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Hainberg behält im Abstiegskrimi die Nerven

Erkner-Team feiert mit 1:0-Sieg den Klassenverbleib Hainberg behält im Abstiegskrimi die Nerven

Nirgendwo sonst prallen überschäumende Euphorie und abgrundtiefe Trauer so radikal aufeinander wie im Sport. Im Abstiegsdrama der Fußball-Bezirksliga tanzten nach dem 1:0 (0:0)-Sieg des SC Hainberg über den Bovender SV vor der Rekordkulisse von 400 Zuschauern die Gastgeber zunächst auf dem spärlichen Rasen des Zieten-Ackers und anschließend auf Tischen und Bänken vor dem Vereinslokal.

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Nach dem 1:0-Erfolg über den direkten Konkurrenten aus Bovenden feiern die Hainberger Akteure den Klassenverbleib.

Quelle: Vetter

Göttingen. Mit obligaten Bierduschen für Trainer Dennis Erkner und den Vereinsvorsitzenden Jörg Lohse feierten die Spieler den Klassenverbleib, der noch vor wenigen Wochen fern aller Verwirklichungschancen zu sein schien.

Ein herzzerreißendes Bild des Elends bot hingegen Spielertrainer Gerbi Kaplan, dessen Bovender die Niederlage von Germania Breitenberg nicht nutzen konnten und als Tabellenvorletzter nach nur einer Bezirksliga-Saison wieder in die Kreisliga abgestürzt sind.

Gut zehn Minuten  lang saß der 23-jährige ambitionierte Coach auf dem Platz, den Kopf zwischen den Knien und geschüttelt von Weinkrämpfen. Die Tröstversuche seiner Mitspieler waren vergebliche Liebesmüh, einen Kommentar wollte Kaplan  nicht abgeben, war dazu aber offensichtlich weder physisch noch psychisch in der Lage.

97 Minuten lang – der besonnene, die Gemüter der Kontrahenten immer wieder beruhigende Schiedsrichter Stephan Schamuhn aus Lauenberg wollte seine letzte Bezirksliga-Partie offenbar so lange wie möglich auskosten – waren die Bovender gegen das Hainberger Abwehrbollwerk angerannt. 

Doch lange Bälle vor und hohe Flanken in den gegnerischen Strafraum reichten nicht aus, um die gut gestaffelte Defensive der Platzherren zu knacken, die zudem in Torhüter Frederic Pense einen sicheren Rückhalt hatten. Die Hainberger ließen den Gegner kommen, um dann mit schnellen Kontern und Steilpässen auf ihre flinken Angreifer gefährliche Situationen heraufzubeschwören und sich mehr Torchancen zu kreieren, als es das Powerplay des BSV vermochte.

Endgültig davon schwammen die Bovender Felle, als nach einer strittigen Einwurfentscheidung für Hainberg der Ball zu Niklas Pfitzner kam. Der 21-Jährige ließ auf der linken Außenbahn zwei Bovender aussteigen und sorgte mit einem platzierten Flachschuss aus spitzem Winkel ins lange Ecke zum 1:0 (83.) für explosionsartig sich entladenden  Jubel auf Feld und Rängen.

„Das Tor war ich der Mannschaft schuldig, nachdem ich zuvor drei Großchancen versiebt hatte“, kommentierte Pfitzner seinen Treffer. In den verbleibenden 14 Minuten verstärkte der BSV seine Angriffsbemühungen nochmals, zum Tor reichte es nicht.

SCH: Pense – Parusel, Boss, Kapelle, Broscheit – von Werder, Pfitzner (89.. Hille), Schaffer, G. Weiss (90. Krone), Ziegner – Kaufmann (69. Hühold – Kaufmannau schied mit Muskelfasserriss s).  – BSV: Koch – Probst (75. Schade), Gleitze, Petkovic, Hichert – G. Kaplan, Duhm (75. S. Kaplan), Benseler, E. Saciri, Coskun – Langer (64. Hussein Noureddine). – Tor: 1:0 Pfitzner (83.).

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