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Nach 20 Jahren ist Schluss

NFV-Kreisvorsitzender Hans-Jürgen Lotz Nach 20 Jahren ist Schluss

Genullt hat er bereits im vergangenen Jahr, aber auch 2016 spielt die Null eine große Rolle im Leben von Hans-Jürgen Lotz: Seit 50 Jahren ist der 71-Jährige verheiratet, seit 20 Jahren steht er dem Fußballkreis vor. Am Sonnabend scheidet er in Göttingen aus dem Amt aus.

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„Herzlich willkommen“: Hans-Jürgen Lotz scheidet zwar als Vorsitzender des Fußballkreises aus, hat nun aber mehr Zeit für Frau, Kinder und Enkel.

Quelle: Christina Hinzmann

Hann. Münden. Beim Kreisfußballtag übergibt er den Staffelstab an seinen designierten Nachfolger Hans-Dieter Dethlefs. Eine Altersbeschränkung für den Vorstand des NFV-Kreises Göttingen-Osterode hatte er selbst vorangetrieben, und so stellt er sich nach 24 Jahren Vorstandsarbeit aus Altersgründen nicht erneut zur Wahl. „Wenn ich keinen Nachfolger gefunden hätte, hätte ich weitergemacht“, sagt Lotz.

Fit ist der Funktionär noch allemal - als Seniorchef ist er täglich im gleichnamigen Fiat-Autohaus in Hann. Münden anzutreffen, das seit 1991 an der Wilhelmshäuser Straße steht. In Hedemünden aufgewachsen, war die Familie Lotz 1960 nach Hann. Münden gekommen. Zwei Jahre später eröffnete der Vater eine Tankstelle in der Nähe des heutigen Autohauses, die Lotz junior 1978 übernahm.

Schon früh galt dessen Leidenschaft dem Fußball: Als Torhüter stand der SC-Freiburg-Fan von 1971 bis 1983 im Kasten der TSG Münden - „wenn ich am Wochenende spielte, hat meine Frau Tankstellen-Dienst gemacht“, berichtet er. Bei der TSG war Lotz von 1983 bis 1998 Spartenleiter, und auch später, als er Kreis-Vorsitzender war, habe ihm seine Ehefrau Friedel den Rücken frei gehalten. „Ohne sie hätte ich das nicht machen können“, sagt er.

Die Erfahrungen bei der TSG kamen Lotz, der einen Sohn und eine Tochter sowie vier Enkelkinder hat, im Amt des Vorsitzenden gelegen: „Ein Vorteil war, dass ich von der Basis kam und wusste, worum es geht“, unterstreicht er. Unvergessliche Momente sind für ihn die Begegnung mit den Größen des deutschen Fußballs wie dem DFB-Präsidenten Theo Zwanziger: Am selben Tag, dem 6. Juni 1945, geboren, entwickelte sich aus einer Begegnung heraus schnell eine Freundschaft. Bei der WM 2006 lud ihn Zwanziger zum Deutschland-Spiel auf die VIP-Tribüne in Berlin ein.

Lotz hat seinen Kopf aber mitnichten in den Wolken, sein Augenmerk galt stets der Arbeit an der Basis. Überraschend positiv sei aus seiner Sicht die Fusion mit dem Kreis Osterode verlaufen, er hatte mit einem größeren Widerstand seitens der Göttinger gerechnet. Ginge es nach ihm, dürften zukünftig Spielgemeinschaften aufsteigen, auch in den Bezirk, um der Krise im Amateur-Herrenbereich entgegenzuwirken und Talente zum Verbleib zu bewegen.

Mit solchen Problemen darf sich von Sonnabend an sein Nachfolger herumschlagen. Lotz erfüllt sich erst mal einen langgehegten Wunsch: Im November reist er mit seiner Frau für zwei Wochen nach Marokko. „Darauf freue ich mich“, sagt der scheidende Kreisvorsitzende.

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