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Heimspiel ist für RSV 05 eine „Gratwanderung“

Fußball-Oberliga Heimspiel ist für RSV 05 eine „Gratwanderung“

Die erste Niederlage ist kassiert, doch dafür, dass die 0:1-Pleite in Langenhagen in eine Negativserie mündet, spricht nicht viel: Zu stabil hat sich der RSV 05, Tabellenzweiter der Fußball-Oberliga, in den vergangenen Wochen präsentiert. 

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Hat seinen Pferdekuss auskuriert: Philipp Bruns (rechts) ist gegen Drochtersen-Assel einsatzbereit.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Auf der anderen Seite hat die SV Drochtersen/Assel, am heutigen Sonnabend um 15 Uhr zu Gast im Jahnstadion, als Aufsteiger bereits 14 Punkte gesammelt – und im bis dato letzten Auswärtsauftritt dem SV Holthausen-Biene beim 1:1 einen Punkt abgeknöpft.

Den Abstieg des Gegners in die Landesliga Lüneburg vor zwei Spielzeiten wertet RSV-Trainer „Jelle“ Brinkwerth als „Betriebsunfall“, der vor der laufenden Saison mit der Meisterschaft und dem Oberliga-Aufstieg wieder wett gemacht worden ist. „Acht bis neun Spieler sind dabei, die auch vor dem Abstieg schon für Drochtersen-Assel gespielt haben, also oberligaerfahren sind“, verdeutlicht Brinkwerth. Trainer Lars Jagemann ist sogar ein alter Bekannter des Göttinger Coaches: Mit ihm zusammen machte er 2006 seinen Trainerschein. „Das ist einer, der die Oberliga kennt“, sagt Brinkwerth – schließlich war Jagemann bereits vor dem Abstieg Trainer der Spielvereinigung.

"Nicht ganz so verhalten" spielen

„Das wird keine leichte Aufgabe“, warnt Brinkwerth, dessen besonderes Augenmerk Torjäger Danny-Torben Kühn gilt. Drochtersen-Assel sei eine sehr ballsichere Mannschaft, stehe defensiv kompakt und lauere auswärts auf Konter. Mit diesen Worten hätte er auch sein eigenes Team beschreiben können, nur ist dieses morgen Gastgeber und damit etwas mehr gefordert, das Spiel zu machen.

Beim 0:1 in Langenhagen habe man etwas zu abwartend gespielt, kritisiert Brinkwerth. „Wir haben es versäumt, das Mittelfeld eng zu machen und den Gegner früher zu stören.“ Bereits beim 1:0-Heimerfolg gegen Lupo Martini Wolfsburg sei die zweite Hälfte etwas zu zögerlich ausgefallen. Gegen Drochtersen-Assel wolle der RSV nun „nicht ganz so verhalten“ spielen.

Andererseits sei der Vorwärtsgang für sein Team momentan nicht ungefährlich. „Wir können zwar defensiv kompakt stehen. Aber wenn wir offensiver agieren, sind wir nicht ganz so sattelfest“, sagt Brinkwerth. „Das ist immer so eine Gratwanderung.“ Dafür hat der Trainer personell keine großen Sorgen. Philipp Bruns hat sich gut von seinem Pferdekuss erholt, Daniel dos Santos sei nach seiner Pause auf einem „sehr guten Weg“. Einzig Dennis Zeibig und Thorben Rudolph haben terminbedingt einige Trainingseinheiten verpasst. Brinkwerth: „Das wird eng mit einem Einsatz.“

Für Nico Streater könnte es zu einem Kurzeinsatz reichen. Schließlich muss er sich darauf gefasst machen, in einer Woche in Jeddeloh von Beginn an aufzulaufen – Verteidiger Julian Keseling ist dann auf einem Seminar. Zunächst gilt Brinkwerths Konzentration aber weniger Jeddeloh oder dem neu gegründeten 1. SC Göttingen 05, der seit dieser Woche im Vereinsregister eingetragen ist, sondern der SV Drochtersen-Assel, die als Tabellensiebter im Jahnstadion antritt. „Die Tabelle ist noch nicht so aussagekräftig“, mahnt Brinkwerth. Das habe man vor einer Woche in Langenhagen gesehen.

Von Eduard Warda

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