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Interview mit Pauline Bremer über die WM in Kanada

Frauenfußball-Weltmeisterschaft Interview mit Pauline Bremer über die WM in Kanada

Ein Interview mit Pauline Bremer über die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft und die WM in Kanada.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen/Montreal. Wie habt ihr nach dem Viertelfinalsieg gefeiert?
Erst einmal stand die Regeneration im Vordergrund, es war schließlich ein intensives Spiel über 120 Minuten. Aber später haben wir auf dem Zimmer noch zusammen gesessen.

Was waren aus Deiner Sicht die Gründe dafür, dass ihr das Spiel noch umbiegen konntet?
Es lief nicht wie gewünscht, aber alle haben sich super reingebissen und über den Kampf ins Spiel gefunden. Wir haben immer an uns geglaubt.

Wieso lief es Deiner Meinung nach vor der Pause nicht wie erhofft?
Wir haben die Französinnen stark gemacht, indem wir uns einfache Fehler geleistet haben und oft hinterher gelaufen sind. Das darf nicht noch einmal passieren.

Kennst Du einige Deiner zukünftigen Mitspielerinnen aus Lyon bereits?
Von Olympique Lyon sind zehn Spielerinnen im Nationalmannschaftskader. Noch habe ich keinen Kontakt, aber wenn wir uns im Hotel getroffen haben, haben wir uns gegrüßt.

Wie war die Atmosphäre in der Stadionhalle? Hat man von den deutschen Fans auch etwas gehört?
Sie wurden meistens übertönt. Beim Elfmeterschießen wurde die deutsche Mannschaft ausgepfiffen. In der Halle war es nicht so warm wie im Freiluftspiel zuvor gegen Schweden, aber die Luft war unheimlich trocken. Die ersten Spielerinnen haben schon nach zehn Minuten etwas zu trinken verlangt.

Was sagt Deine Familie zum Halbfinaleinzug?
Die sind alle super froh, dass es geklappt hat. Sie haben aber auch gesagt, dass das Spiel ihre Nerven ziemlich strapaziert hat.

Sind Familie/Freunde mittlerweile nach Kanada gereist, um Dich anzufeuern?
Bislang ist noch niemand gekommen. Ich habe auch noch nicht gehört, dass es geplant ist.

Wie kommst Du mit der Reservisten-Rolle klar?
Das ist völlig in Ordnung. Ich bin die Jüngste und bin riesig froh, dass ich überhaupt hier sein darf. Solange wir gewinnen, ist alles gut.

Inwiefern machst Du Dir Hoffnung, für Alexandra Popp eingewechselt zu werden? Vielleicht schon gegen die USA?
Im Turnierverlauf werden einige Spielerinnen sicherlich müde, manche haben Blessuren. Ich kann das nicht einschätzen, bleibe aber gelassen und hoffe einfach.

Wie bezifferst Du die Chancen gegen die USA?
Das ist eine physisch starke Mannschaft, die spielerisch bislang überzeugt hat. Ein echt harter Brocken. Es wird ein 50:50-Spiel, bei dem wir hellwach sein müssen und bei dem Kleinigkeiten am Ende den Ausschlag geben werden.

Was war bisher Dein schönstes Erlebnis in Kanada?
Natürlich im vergangenen Jahr der U20-Weltmeistertitel. Aufregend war das Elfmeterschießen am Freitag. Das war unbeschreiblich.

Das Interview führte Kathrin Lienig und Eduard Warda

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