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JFV Rhume-Oder vermittelt Verantwortung

Fußballschule JFV Rhume-Oder vermittelt Verantwortung

Graue Wolken hängen am gestrigen Donnerstag über dem Wulftener Sportplatz, doch bei den 63 Kindern, die an der Jugend-Fußballschule des JFV Rhume-Oder teilnehmen, ist die Stimmung blendend. Begeistert rennen 62 Jungs und ein Mädchen über den bereits etwas aufgeweichten Platz, dribbeln durch einen Hütchenparcours oder an ihren Mitstreitern vorbei, köpfen aufs Tor oder schulen an verschiedenen Stationen ihre Koordination.

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Auf dem Wulftener Sportplatz: Trainingsspiele gehören zum Programm der Fußballschule.

Quelle: Thiele

Wulften.  „Es könnten auch null Grad sein, solange es trocken bleibt, ist für die Kinder alles okay“, konstatiert Carsten Kamrad zufrieden. Der stellvertretende sportliche Leiter des JFV hat gerade gemeinsam mit seinem Nachwuchstrainer Jannik Strüber eine Koordinationsschulung für die sieben- bis zwölfjährigen Teilnehmer, die fast ausschließlich für die vier JFV-Stammvereine Bilshausen, Lindau, Wulften und Hattorf auflaufen, durchgeführt.

Jetzt lehnt Kamrad an einem Stehtisch und erläutert bei einem Schluck aus der Wasserflasche die Intention der fünftägigen Fußball-Schule. „Das Gesamtpaket ist entscheidend. Wir wollen die Gemeinschaft fördern, den Kindern Spaß am Fußball vermitteln und sie weg vom Fernseher und Computer holen“, betont Kamrad. „Die Jungs sollen sehen, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen.“

Damit meint Kamrad nicht nur die Nachwuchskicker, sondern auch Marvin Hollenbach und Daniel Schmidt. Hollenbach und Schmidt, die in der Herren-Bezirksliga beim SV BW Bilshausen (Hollenbach) respektive der A-Jugend des Tuspo Petershütte (Schmidt) spielen, absolvieren ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim neu gegründeten JFV Rhume-Oder, organisieren, planen und trainieren, freuen sich über die „tolle Beteiligung“ und betonen den Spaß, den sie vermitteln wollen.

„Die ballorientierte Bewegungsschulung steht im Vordergrund“, erklärt Hollenbach, der im Rahmen seines FSJ auch Schul-Fußball-AGs anbietet. Das klingt etwas sperrig, meint aber zusammenfassend den technisch versierten Umgang mit dem Ball. „Auch beim Aufwärmen ist der Ball mit im Spiel, denn Technik ist das A und O“, verdeutlicht Schmidt.

Bei der neunjährigen Nathalie Wüstefeld gehorcht das Spielgerät schon prima, ihr Flachschuss zischt schnurgerade ins Netz. Ob Dribbeln oder Spiele auf dem Kleinfeld, „hier macht alles Spaß“, findet die Libera der Renshäuser E-Jugend, die es nur „etwas doof“ findet, das einzige Mädchen der Gruppe zu sein. Auf dem Platz gegenüber misst sich Markus Deppe mit seinen Teamkameraden von der D 1 des JFV Rhume-Oder.

„Es macht richtig Bock hier“, strahlt der Zwölfjährige, der Werder Bremen in der Bundesliga die Daumen drückt und gerne mal so spielen würde wie sein Vorbild Lionel Messi.

Die Trikots der Fußballschule, die die Kinder mit Freude tragen und auch mit nach Hause nehmen dürfen, sind vor der Mittagspause schon verschwitzt und dreckig, dafür glänzen ihre Augen umso mehr. Nach einem gemeinsamen Essen, bei dem Spaghetti, Obst und Apfelschorle neue Energie geben sollen, stehen am Nachmittag Passspiel, Torschüsse und zum Abschluss ein Spiel mit anschließendem Neunmeterschießen auf dem Trainingsplan.

Auch externe Trainer wie A-Lizenz-Inhaber Kenneth Schuller aus St. Andreasberg vermitteln ihr Wissen. Am Sonnabend steht noch ein Abschlussturnier auf dem Programm, am Sonntag ein Besuch des Bundesliga-Spiels Hannover 96 gegen Borussia Mönchengladbach. Auch wenn der Himmel dann wieder grau sein sollte – die Augen der Kinder werden wohl wieder genauso strahlen wie während der Übungseinheiten auf dem Wulftener Sportplatz.

Von Christian Roeben

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