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Kein Zielwasser in der Trinkpause am Rehbach

Fußball-Landesliga Kein Zielwasser in der Trinkpause am Rehbach

Erschlagen von der mörderischen Hitze und geschlagen vom MTV Gifhorn, saßen die Akteure des FC Grone wortkarg auf dem satten Grün ihres Sportplatzes am Rehbach. Mit 1:2 (1:1) unterlag der Aufsteiger auch in der zweiten Partie in der Fußball-Landesliga. Trainer Goran Andjelkovic sprach von drei verlorenen Punkten.

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Vom Trainer wach gerüttelt: Nicola Grimaldi (M.) setzt sich gegen den Gifhorner Felix Schrader .

Quelle: Pförtner

Grone. „Ein absolut schlagbarer Gegner, gegen den wir uns selbst besiegt haben“, befand der Serbe. Kritik übte er auch an der Chancenverwertung seiner Mannschaft, die sich mit Spielbeginn überfallartig ein Übergewicht erarbeitete und durch Jan Lehrke (11.) sowie Kapitän Erkan Beyazit (17.) bereits die Führung auf dem Fuß hatte.

Statt dessen jubelten die jungen Ostniedersachsen. Der pfeilschnelle Lukas Grega (19.) schaltete auf der linken Seite schneller, als die bis dato kompakte Groner Defensive.

Wer unter den rund 70 Zuschauern eine wütende Reaktion der Hausherren erwartete, sah sich aber getäuscht. Der Liga-Neuling agierte phasenweise ohne jeglichen Druck, die Gäste besaßen zur Halbzeitmitte eine komplette Minute, um sich den Ball in der eigenen Viererkette zuzupassen. Erst Trainer Andjelkovic weckte sein trabendes Team wieder: „Jungs, ihr schlaft ein“, brüllte der 43-Jährige vom Seitenrand.

Der Wachrüttler verfehlte seine Wirkung nicht. Besonders Nicola Grimaldi und der ständig arbeitende Beyazit gefährdeten die Gifhorner Abwehr mit technisch starkem Zusammenspiel. Der Käpt'n verdiente sich nach seinem Hammer zum 1:1 (40.) auch als Erster den Griff in den kühlen Wassereimer.

Nach dem Seitenwechsel investierte zunächst der MTV über außen mehr ins Spiel. Die Flanken wurden allerdings in schöner Regelmäßigkeit von einer sicheren Innenverteidigung um Christos Gouloudis abgefangen. In Folge ging dem Gast der Sprit zunehmend aus – die eigens von der guten Schiedsrichterin Riem Hussein einberufene Trinkpause schien bitter nötig. Zielwasser war aber offenbar nicht in den Groner Flaschen enthalten.

Zunächst verweigerte Beyazit (61.) aus linker Position seinen schwachen Fuß, dann verfehlte Grimaldi (66.) per Weitschuss knapp. Zwar stieß der Gastgeber mit seinem schnellen Kurzpassspiel weiter nach vorne, die hohe Fehlpass-Quote verhinderte aber weitere Möglichkeiten. „Das ist prinzipiell kein schlechtes Zeichen, weil wir unsere Pass-Stafetten weiter eintrainieren werden und dann um einiges stärker sind“, bemerkte Andjelkovic.

Ebenso fielen ihm zweifellos die konditionellen Schwächen seiner Elf auf. „Die Urlauber sind zwar zurück, doch der Fitness-Zustand ist nach wie vor zu schwach.“ Gifhorn beschränkte sich in der Schlussphase lediglich auf Konter. Doch hierbei wurden die müden Göttinger überrannt, was im Siegtreffer durch Michael Mainz (81.) gipfelte. Ein abermaliger Ausgleich wurde hiernach von einem weiteren in die Verteidigung einrückenden Mittelfeldspieler des Gastes unterbunden.

FC Grone : Schneider – Lehrke, Sidorenko, Gouloudis, Käschel – Behrens, Beyazit, Nelson, Linneweh – Grimaldi (74. Denecke), Weska (62. Mertens).
Tore : 0:1 Grega (19.), 1:1 Beyazit (40.), 1:2 Mainz (81.).

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