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Keineswegs Kanonenfutter

Fußball-Testspiel Keineswegs Kanonenfutter

Fußball-Oberligist Eintracht Braunschweig hat sich im Vergleich mit dem Jahr 2014 gegen den Zweitligisten Eintracht Braunschweig um 100 Prozent gesteigert: Damals verlor Northeim sein Testspiel mit 0:6, am Freitagabend nur mit 0:3 (0:1).

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Der ehemalige 05er Christian Horst (Northeim/r.) gegen den „Löwen“ Philipp Tietz.

Quelle: Swen Pförtner

Northeim. 1280 Zuschauer wollten die Partie im Gustav-Wegner-Stadion sehen, und es wären vielleicht einige mehr geworden, wenn das Wetter mitgespielt hätte: „Der Regen ist nicht so gut für uns“, sagte Northeims Teammanager Hartmut Denecke vor dem Anpfiff. In der Tat tröpfelte es hin und wieder.

Vom Stadionsprecher zum „Finale um die Bezirks-Eintracht Nummer eins“ ausgerufen, entwickelte sich zu Beginn ein munteres Spiel mit einem agilen Gastgeber. Vor allem Neuzugang und Ex-Profi Karsten Fischer, der vor der Abwehr agierte, vermochte es mit den Profis aufzunehmen, auch körperlich.

Chancen waren Mangelware. Ein Schuss des Braunschweigers Julius Biada wurde auf der Linie geklärt (9.), Salim Khelifi zielte rechts vorbei (25.). Zuvor hatte der Hausherr, in dessen Reihen mit Christian Horst und Thorben Rudolph zwei Ex-05er standen und mit Ali Ismail ein bisheriger SVGer, nach einer Hereingabe von Melvin Zimmermann vergeblich Handspiel reklamiert (24.).

Das 1:0 war dann angesichts der bis dahin guten Northeimer Leistung läppisch: Hendrick Zuck fiel der Ball an der Strafraumgrenze vor die Füße, und sein Schlenzer senkte sich freudlos in die Maschen (28.).

Northeim wird in der kommenden Oberligasaison eine gute Rolle spielen, das sah sicherlich auch Ex-Profi Jürgen Rische (Deutscher Meister 1998 mit Kaiserslautern) so: Zwecks besserer Sicht verfolgte der Assistent von Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht das Spiel von der Sprecherkabine aus.

Als dem Gastgeber etwas die Puste ausging, kam Braunschweig noch zu zwei Toren, durch Domi Kumbela (65.) und Suleiman Abdullahi (70.). Northeim traf durch Patrick Sieghan immerhin noch das Außennetz (50.), ansonsten war wenig los in Hälfte zwei. Ein Raunen ging durch das Publikum, als Lieberknecht in der 60. Minute die ganze Mannschaft auswechselte: Elf Mann gingen, elf Mann kamen - so etwas sieht man nicht alle Tage. Ein Wiedersehen wird es für Braunschweig in der zweiten Liga mit dem Erzfeind Hannover 96 geben. Dann erwartet den BTSV ein heißerer Tanz als gegen Northeim. „Scheiß Hannover“, war am Freitag auf einigen Kutten zu lesen.

Stimmen zum Spiel

Torsten Lieberknecht (Trainer Eintracht Braunschweig): „Wir hatten uns vorgenommen, gegen einen Gegner, der tief steht, Lösungen zu finden. Man hat bei der Europameisterschaft gesehen, wie schwer so etwas gegen ein defensives Team ist. Aber es war in Ordnung. Es war wieder mal eine tolle Organisation hier in Northeim.“

Malte Froehlich (Trainer Eintracht Northeim): „Für die Spieler war es wichtig, die Atmosphäre und die Stimmung aufzusaugen. In der zweiten Halbzeit war irgendwann die Kraft weg, aber die Jungs haben gearbeitet und das super gemacht heute.“

Christian Horst (Abwehrspieler Eintracht Northeim): „Wie haben tief gestanden und versucht, einige Nadelstiche zu setzen. Wir hatten nicht viele Chancen, aber mit einem 0:3 gegen einen Zweitligisten kann man zufrieden sein.“

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