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Kusch kommt, sieht und trifft

Fußball-Oberliga Kusch kommt, sieht und trifft

Fußball-Oberligist SVG Göttingen ist im ersten Heimspiel der Saison gegen den Aufsteiger SV Blau-Weiß Bornreihe nicht über ein 1:1 (0:0) hinausgekommen. Dabei kamen die Schwarz-Weißen am Sonntag erst nach einer roten Karten gegen Jan-Niklas Linde in Schwung.

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Sah später wegen einer Tätlichkeit die rote Karte: Mittelfeldspieler Jan-Niklas Linde (links) von der SVG Göttingen.

Quelle: Swen Pförtner

Göttingen. Über weite Strecken der Partie hatten sich die Schwarz-Weißen vor offiziell 195 Zuschauern im Stadion am Sandweg schwer getan - vor allem im Offensivspiel. „Wir haben zu ungenau gespielt, und einige Pässe waren richtig schlecht“, sagte SVG-Trainer Knut Nolte nach der Partie.

Beim Gastgeber regierte im Spiel nach vorn Ideenlosigkeit. Bornreihe machte zwar engagiert die Räume eng, stellte aber Göttingen im 4-4-2-System keineswegs vor eine unlösbare Aufgabe. Trotzdem gelang offensiv kaum etwas, was Mitte der ersten Hälfte auch Trainer Nolte in Rage brachte: „Jetzt kommt doch mal nach“, schimpfte er, als sich Yannik Freyberg, einziger offensiver Lichtblick der Schwarz-Weißen, wieder einmal allein auf weiter Flur wiederfand.

Offensiv ging allerdings auch bei Bornreihe kaum etwas, und so war der Drehschuss von Stürmer Torben Poppe (37.) die einzige halbwegs gefährliche Chance vor der Pause. Der riesengroße Poppe würde im Basketball Center spielen, er ist ein richtiger Bullewatz.

Nach der Pause wurde die SVG für ihre Fantasielosigkeit bestraft, als Christian Leopold nach einem Foul von Alexander Burkhardt per schönen 20-Meter-Freistoß aus halblinker Position das 1:0 für die Gäste erzielte (49.). In der Folge machte Bornreihe da weiter, wo es in der ersten Hälfte aufgehört hatte: Spielerische Defizite wurden mit teilweise übergroßer Härte ausgeglichen, und das führte zu einer Kurzschlussreaktion von Linde: Er trat nach und sah Rot (53.).

Nachdem Poppe knapp das 2:0 verpasst hatte (61.) setzte Nolte alles auf eine Karte, brachte per Doppelwechsel Diop und Kaul (62.) und später mit Kusch noch einen dritten Stürmer (74.).

In Unterzahl und mit verstärkter Offensivabteilung fand die SVG endlich ihren Kampfgeist wieder, doch erst die Einwechslung von Kusch war die Initialzündung: Rund 40 Sekunden nach seiner Hereinnahme traf der Neuzugang im zweiten Nachschuss zum 1:1 (der Ball war bereits jenseits der Linie, als Diop ihn in die Maschen schob), nur eine Minute später verfehlte sein Schuss das Bornreihe-Gehäuse knapp (76.). „Ich hätte mich sofort wieder auswechseln lassen“, witzelte Kusch später.

Weil Tim-Jonathan Schäfer für Bornreihe Gelb-Rot sah (76.), war jetzt auch wieder die Anzahl der Spieler ausgeglichen, doch zum Heimsieg reichte es nicht mehr. „Wir sind erst Mitte der zweiten Halbzeit aufgewacht“, resümierte Nolte. Immerhin ist die SVG damit auch im zweiten Saisonspiel ungeschlagen - noch 17 weitere Begegnungen, dann ist der Rekord aus der vergangenen Serie geknackt. - Tore: 0:1 Lepold (49.), 1:1 Kusch (74.).

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