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Traum von der großen Sparta-Familie

Linken-Politiker Patrick Humke Traum von der großen Sparta-Familie

Das neue Gesicht an der Spitze des Fußballklubs Sparta gehört einem alten Bekannten: Der Linken-Politiker Patrick Humke saß bereits einmal im Vorstand des Vereins. Unter ihm als Vorsitzendem soll sich wieder das alte Sparta-Gefühl einstellen.

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Patrick Humke hat als neuer Vorsitzender von Sparta Göttingen den sportlichen Erfolg und das Gemeinschaftsgefühl im Auge.

Quelle: Peter Heller

Göttingen. „Eine wichtige Säule wird sein, dass die Aktivitäten der Mitglieder wieder im Vereinsheim stattfinden“, verdeutlicht der 47-Jährige. Dem kommissarischen Vorsitzenden schwebt vor, dass bei Sparta wieder bei einem Bierchen Karten gespielt wird, dass das Klubhaus aber auch zu einer Anlaufstelle für die Eltern der Sparta-Junioren wird. „Hier fühlen wir uns wohl“, müsse das Motto sein.

Sparta-Gefühl hat gelitten

Das Sparta-Gefühl scheint in der jüngeren Vergangenheit gelitten zu haben. Es sei vom alten Vorstand kein Chaos hinterlassen worden, betont Humke. „Der Verein ist gesund“, sagt er. Es seien jedoch hier und da unglückliche Entscheidungen gefällt worden, die langjährige Partner vergrätzt hätten - den bisherigen Vorsitzenden Benjamin Raabe nimmt er von seiner Kritik aus. Eine Trendwende sei indes bereits zu beobachten: „Es ist phänomenal, wie schnell wieder Ruhe eingekehrt ist“, beteuert Humke.

Bis 2013 hat er für die Linken im Landtag gesessen, im Anschluss ist er in seinen Job als Sozialpädagoge zurückgekehrt. Im Rat der Stadt Göttingen zählt Humke zu den dienstältesten Mitgliedern.

Mitstreiter finden

Bei Sparta versucht er Mitstreiter zu finden. Bis zur nächsten Vorstandssitzung am 16. August will er bei den Positionen des Schatzmeisters, des Sozial- und Pressewarts weitergekommen sein. Die Fusionsgespräche mit dem ESV Rot-Weiß hat er auf Eis gelegt, mindestens bis der neue Sparta-Vorstand gewählt worden ist, also bis Oktober.

Er sei relativ plötzlich zum Vorsitz gekommen. Von Christian Gasau, Co-Trainer der ersten Herren und Trainer der Reserve, angesprochen, wollte Humke eigentlich nur im Hintergrund mitarbeiten. Auf der außerordentlichen Versammlung sei es dann auf ihn hinausgelaufen, und er sagte schließlich zu. „Mir war wichtig, dass es im Klub keine Frontbildung gibt.“

Jugendabteilung als starkes Fundament

Nun soll die Jugendabteilung mit acht Teams (davon zwei A-Juniorenmannschaften) ein starkes Fundament für die Herren-Abteilung bilden. Humkes Wunsch ist, dass die zweite Mannschaft wieder in die 1. Kreisklasse aufsteigt und sich auch das Sparta-Aushängeschild in der Bezirksliga wieder nach oben orientiert. „Die Landesliga muss die Perspektive sein“, sagt der Vorsitzende.

Zunächst lautet jedoch das Sparta-Ziel, besser als in der vergangenen Saison, also besser als Rang zehn abzuschneiden. Der neue Trainer Enrico Weiß besitzt Humkes volles Vertrauen: „Er ist ein wichtiger Mann mit Erfahrung für uns und ein Vorbild für die Spieler.“ Eins dürfe aber nicht passieren: dass der Frauenfußball, das andere Aushängeschild von Sparta, zu kurz kommt, denn immerhin sei es der Klub Sparta gewesen, der den Frauenfußball nach Göttingen geholt habe.

Saisonauftakt

Zunächst einmal steht am Dienstag der Saisonauftakt des Herrenteams von Enrico Weiß an - Humke hofft, dass sich viele Spartaner bei Bratwurst und Bier einfinden. Damit es sie irgendwann wieder gibt, die große Sparta-Familie.

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