Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
„Nichts ist schöner als eine einheitliche Tabelle“

Saisonbeginn mitten in Ferienzeit „Nichts ist schöner als eine einheitliche Tabelle“

Die Ersatzbänke sind leer, auf dem Platz sind nur wenige Spieler im Einsatz. Zuschauer sind verwundert darüber, dass der Spielbetrieb in den Fußballligen und -klassen so früh in den Sommerferien begonnen hat. Kreisspielausschuss-Vorsitzender Alfred Bonenberger erklärt, warum in einer 10er-Staffel wie der 2. Fußball-Kreisklasse A schon gespielt wird.

Voriger Artikel
Aufsteiger ESV Rot-Weiß schockt Konkurrenz
Nächster Artikel
Sparta kommt wie ein Gewitter über SVG

In der Ferienzeit: Zahlreiche Fußballschuhe bleiben an den ersten Spieltagen in den einzelnen Ligen und Klassen ungenutzt.

Quelle: Theodoro da Silva

Eichsfeld. „Diese Frage kommt jedes Jahr auf“, sagt Bonenberger wenig verwundert über die Vorwürfe. „Dieses Jahr haben wir außerdem das Problem, dass die Sommerferien sehr spät begonnen haben. Das spielt uns nicht in die Karten“, so Bonenberger.

Er wundere sich indes darüber, dass der Saisonstart beispielsweise bei Staffeltagen oder Infoabenden wie neulich in Hilkerode nie ein großes Thema sei. „Der Rahmenspielplan steht bereits seit März auf unserer Homepage. Ein zu früher Beginn ist von niemandem bemängelt worden. Wenn es allerdings Vereine geben sollte, die damit überhaupt nicht zufrieden sind, dann wünsche ich mir natürlich Rückmeldung“, sagt Bonenberger. Allgemein würde sich der Göttinger über viel mehr Feedback freuen.

Aktuell macht er eine Erhebung dazu, wie die Verlegung der Kreisliga-Spiele von 15 auf 17 Uhr am vergangenen Sonntag bei den Vereinen angekommen ist. Seine beiden Fragen lauten: Was sagen die Spieler zu dieser Entscheidung („Denn die werden ja sonst nicht gefragt“), und wie war die Zuschauerresonanz. Die ersten Rückmeldungen seien allesamt positiv gewesen. Zur Info: Bonenberger selbst hatte am Freitagnachmittag auf Anfrage von zwei Vereinen die Verantwortlichen aller 14 Kreisligisten angerufen und gefragt, ob ein späterer Anpfiff wegen der vorhergesagtenhohen Temperaturen möglich sei. Alle stimmten zu.

„Leider verschlafen das immer wieder einige Vereine“

„So einfach kann das sein“, freut sich der Göttinger, der der Ansicht ist: „Wir sind für die Vereine da und nicht die Vereine für uns.“ Nichtsdestotrotz müsse die Vorarbeit für einen geregelten Ablauf von den Vereinen im Vorfeld der Spielzeit mitgeleistet werden. Beispielsweise habe jeder Verein die Möglichkeit, Termine wie eine örtliche Kirmes bei der Spielplanerstellung berücksichtigen zu lassen. „Leider verschlafen das immer wieder einige Vereine“, weiß Bonenberger aus jahrelanger Erfahrung.

Dabei gebe es doch nichts Schöneres als eine einheitliche Tabelle. Das zu vermitteln sei jedes Jahr eine der wichtigsten Aufgabe und nicht immer ganz einfach. „Die Fluktuation ist sehr hoch. Von 120 gemeldeten Mannschaften werden rund 20 jedes Jahr von neuen Leuten betreut.“ Da sei jede Menge Kommunikation nötig.

Bei der Saisonplanung orientieren sich die Verantwortlichen vom Verband stets an den höheren Ligen und Klassen. „Denn wenn etwas abgesagt wird, dann als erstes die Spiele in den zweiten und dritten Kreisklassen“, erklärt Bonenberger. Hinzu komme, dass die Bespielbarkeit der Plätze in den zurückliegenden Jahren nicht mehr bis in den Dezember hinein gewährleistet sei. „Der November ist zum Ausfallmonat geworden.“

Der Kreisspielausschuss-Vorsitzende unterstreicht abschließend, dass die Staffelleiter sehr beweglich seien bei Spielverlegungen. Die Vereine müssten sich nur rechtzeitig melden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Alle Verein der 1. Bundesliga im Quotenvergleich von SmartBets.
Noch mehr Fußball