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Özkan Beyazit präsentiert sein Geburtsjahr

Fußball-Kreisliga Özkan Beyazit präsentiert sein Geburtsjahr

Heiß diskutiert wird im GT-Sportbuzzer, wie viele Tore Özkan Beyazit beim 9:0-Sieg seines TSV Seulingen im Kreisliga-Spiel beim Bovender SV geschossen hat. Sechs wie es im Online-Portal fußball.de steht, oder vier, wie im Tageblatt zu lesen ist. Die Wahrheit liegt in der Mitte: Es waren fünf.

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Kein Sympathisant der Hells Angels, sondern Geburtsjahr: Özkan „Ötze“ Beyazit spielt mit der Rückennummer 81.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Während Schiedsrichter Arnd Rode das von Yannick Triebe erzielte 0:1 (2.) Ötze zuschlug,  sah der Tageblatt-Reporter fälschlicherweise Özkans Bruder Erkan Beyazit als Schütze des 0:4 (30.). Damit hat Ötze gegen Ebergötzen ebenso viele Treffer markiert wie der beim 9:1 gegen den FC Lindenberg-Adelebsen fünfmal erfolgreiche Groß Ellershäuser Maximilian Lieseberg. In der Saisonstatistik liegt Özkan Beyazit mit sieben Toren (zwei beim Seulinger 4:1 gegen Höherberg) knapp vor Lieseberg, der beim 2:1-Sieg der SV Groß Ellershausen/Hetjershausen gegen Türkgücü Münden einmal getroffen hatte.

Gerätselt hatten am Sonntag in Bovenden etliche Zuschauer, warum auf Özkan Beyazits Trikot die Nummer 81 prangt und ob das überhaupt zulässig sei. „Das ist ganz einfach: Ich bin 1981 geboren, hatte beim Verein gefragt, ob ich die 81 tragen darf – und das war kein Problem“, klärt Ötze auf. Über Mutmaßungen, durch die Zahl 81 wolle er seine Sympathie für oder gar Mitgliedschaft im Rockerklub Hells Angels (achter und erster Buchstabe im Alphabet) dokumentieren, kann Beyazit nur lachen: „Das ist Quatsch. Damit habe ich nichts zu tun.“

In den Statuten des Deutschen Fußball-Bundes und der Landesverbände habe es noch nie Bestimmungen gegeben, welche Trikotnummern erlaubt oder verboten sind, erklärte Jürgen Stebani, SpielausschussVorsitzender des Niedersächsischen Fußball-Verbandes, auf Tageblatt-Nachfrage. „Bis vor zehn oder 15 Jahren war es allerdings üblich und von allen Vereinen akzeptiert, die Stammspieler entsprechend ihren Positionen auf dem Feld von eins bis elf zu nummerieren und die folgenden Zahlen für die Ersatzspieler zu nehmen“, erläuterte August-Wilhelm Winsmann, NFV-Bezirksvorsitzender Hannover und im niedersächsischen und norddeutschen Verband für Sicherheit zuständiger Vizepräsident.

Diese stillschweigende Übereinkunft werde aber immer mehr aufgeweicht, so dass inzwischen jeder Spieler seine Wunschnummer beantragen könne. „Da sind wir deutlich liberaler geworden, andererseits wird es auf dem Platz zunehmend unübersichtlich“, merkte  Winsmann, im Hauptberuf Erster Polizeihauptkommissar für die Inspektion Hameln/Holzminden, an.

Die einzige verbindliche Vorgabe sei, dass jeder Akteur die gewählte Nummer in der laufenden Saison behalten muss. Immerhin habe noch kein Verein oder Spieler eine höhere als zweistellige Zahl beantragt, prinzipiell sei aber auch das möglich. Allerdings lehne es der NFV strikt ab, Zahlenkombinationen zuzulassen, die – wie 88 – in der Neonazi-Szene als Synonyme für verfassungsfeindliche Begriffe verwendet werden. „Es wäre fatal für den Fußball, wenn Spieler auf diese Art und Weise ihre rechte Gesinnung zur Schau stellen dürften“, unterstrich Winsmann. Dass die Zahl 18 erlaubt und oft verwendet wird, habe offenbar noch niemand als problematisch empfunden.

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