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Pauline Bremer peilt Olympia an

Frauenfußball Pauline Bremer peilt Olympia an

Früher bewunderte sie Deutschlands Toptorjägerin Birgit Prinz, inzwischen ist sie selber ein Star. Die Göttingerin Pauline Bremer hat mit ihrem neuen Verein Olympique Lyon den total en Triumph eingefahren. Französische Meisterschaft, Pokalsieg, Champions-League-Gewinner - mehr geht nicht.

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Pauline Bremer legt einen kurzen Stopp in ihrer Heimatstadt Göttingen ein, bevor es weiter zur Olympia-Vorbereitung geht.

Quelle: Heller

Göttingen. „Es ist schon krass, was ich mit 20 Jahren bereits alles erlebt habe“, sagt Bremer, die den Dreifach-Erfolg auch mit einigen Abstand noch immer „unglaublich“ findet. „Das ist Wahnsinn, ich kann es noch immer nicht realisieren“, sagt die Nationalspielerin, die gerade in ihrer Heimatstadt Urlaub macht. Runterkommen, abschalten, einfach mal nichts machen, bevor am 20. Juni die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro beginnt. „Das ist jetzt auch wichtig“, sagt Bremer, die mit der deutschen Auswahl im August in der Gruppenphase auf Kanada, Australien und Simbabwe treffen wird.

Im Champions-League-Finale gegen den VfL Wolfsburg war die ehemalige SVGerin maßgeblich am Erfolg des französischen Spitzenklubs beteiligt. Das 1:0 bereitete Bremer per Dribbling und anschließender punktgenauer Flanke über die rechte Seite vor. Im Endspiel trumpfte die Göttingerin als Außenverteidigerin dermaßen auf, dass das Fachmagazin „kicker“ sie als „Spielerin des Spiels“ adelte. „Eigentlich spiele ich lieber etwas offensiver. Es macht mir saumäßigen Spaß, meine Schnelligkeit zu nutzen und in die Eins-gegen-Eins-Situationen zu gehen“, erklärt der 1,71 Meter große Wirbelwind.

Nach dem Finale explodierten bei Bremer die Emotionen - und ihr Handyspeicher. „Ich habe unglaublich viele Nachrichten bekommen, auch von Freunden aus Göttingen“, berichtet Bremer, deren Vertrag in Lyon bis 2018 läuft. Sich beim französischen Spitzenklub durchzusetzen, war für die U-20-Weltmeisterin nach ihrem Wechsel von Potsdam anfangs gar nicht so einfach. „Das Niveau im Training ist wahnsinnig hoch, das war am Anfang schon eine krasse Umstellung. Wir haben viele französische Nationalspielerinnen, die sind alle technisch weltklasse.“

Ein Muskelfaserriss, der nach der Reha wieder aufbrach, setzte die Torschützenkönigin der U-19-Europameisterschaft 2013, die trotz aller Erfolge in Lyon nach wie vor „ganz normal durch die Stadt laufen“ kann, fast fünf Monate außer Gefecht. Rechtzeitig zum Saisonendspurt war Bremer, die an der Privaten Hochschule Göttingen ein BWL-Fernstudium absolviert, aber fit und wurde zu einer Protagonistin in Sachen Triple.

Nach dem Champions-League-Sieg lud Olympique-Präsident Jean Michel Aulas Bremer und ihre Teamkolleginnen nach St. Tropez ein. „Dort haben wir schön gefeiert“, berichtet sie. Das hat sich Bremer nach regelmäßigen „ein bis zwei Trainingseinheiten pro Tag während der Saison“ auch redlich verdient. In Zukunft sollen viele weitere Titel folgen. Wie einst bei ihrem großen Idol Birgit Prinz.

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