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Pauline Bremer über ihre ersten Wochen bei Olympique Lyon

Wie eine Fußballgöttin in Frankreich Pauline Bremer über ihre ersten Wochen bei Olympique Lyon

Seit Juli ist Lyon die neue Heimat von Pauline Bremer. Die 19-jährige Göttingerin gilt als eines der vielversprechendsten Talente im deutschen Frauenfußball – und ist darum auch für die beiden EM-Qualifikationsspiele der Frauen-Nationalmannschaft am Freitag gegen Ungarn und am Dienstag gegen Kroatien nominiert worden.

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Pauline Bremer (l.) mit den Teamkolleginnen Saki Kumagai, Eugenie Le Sommer und Meline Gerard (von links).

Quelle: EF

Göttingen. Nach ihrem Wechsel von Turbine Potsdam in die 500 000-Einwohner-Stadt Lyon hat sich Bremer in Frankreich bereits gut eingelebt. „Die ersten Wochen verliefen sehr gut. Am Anfang galt es, viel Organisatorisches wie einen französischen Handyvertrag und solche Dinge zu regeln. Mittlerweile läuft alles, ich bin angekommen in der neuen Heimat und kann mich voll und ganz auf das Training und die Saison mit Olympique Lyon konzentrieren“, sagt sie. Am Wochenende hat sie ihr erstes Tor für den neuen Klub markiert, der gleichzeitig Tabellenführer in der ersten französischen Liga ist – beim 8:0-Auswärtserfolg gegen EA Guingamp.

Das Team des französischen Serienmeisters mit Nationalspielerinnen aus fünf verschiedenen Nationen „hat mich sehr gut aufgenommen. Es ist wirklich ein nettes und offenes Team, in dem ich mich schon nach der kurzen Zeit sehr wohl fühle“, berichtet Bremer. Das Ausnahmetalent, das in einer Zwei-Zimmer-Wohnung nahe des Trainingsgeländes wohnt, erhält seit dem 30. August regelmäßigen Französischunterricht. „Ich bin froh, dass ich das in der Schule gelernt habe“, sagt „Pauli“, die noch an den Fachbegriffen feilen muss. „Vor allem in Besprechungen ist es schwierig, alles zu verstehen. Aber es wird von Tag zu Tag besser.“

Ansonsten ist die ehemalige SVG-Spielerin beeindruckt von dem hohen Trainingsniveau. „Ich habe schnell bemerkt, in welchen Bereichen ich mich noch verbessern muss. Vor allem technisch sind hier alle Spielerinnen top ausgebildet“, sagt sie. „Wir haben mit Ada Hegerberg, Lotta Schelin, Eugenie Le Sommer und Elodie Thomis sehr starke Offensivkräfte. Für mich ist das eine sehr große Herausforderung.“

Wenn die Zeit es zulässt, erkundet die leidenschaftliche Kickerin („Ich könnte 24 Stunden am Tag einen Ball am Fuß haben“) ihre neue Heimatstadt: „Ich war schon des öfteren mit dem Fahrrad in Lyon unterwegs. Die Altstadt mit ihren vielen Geschäften und Restaurants ist wunderschön. Ansonsten kann man sich auch am Ufer der Rhone, die sich in Lyon mit der Seine vereint, gut aufhalten.“

Pauline Bremer scheint nach dem Abi die Zeit ohne Schulstress zu genießen. Der Schritt in ein fremdes Land zu einem der erfolgreichsten Frauenfußballvereine Europas scheint die 19-Jährige zu beflügeln. Sie genießt das Leben wie eine Fußballgöttin in Frankreich.

Von Nadine Bieneck

Das EM-Qualifikationsspiel gegen Ungarn am Freitag ab 15.45 Uhr live im ZDF, die Partie am Dienstag in Kroatien ab 17.45 Uhr live in der ARD.

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