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Pech gehabt

Fußball-Landesliga Pech gehabt

Auf dem Platz ging es zur Sache, aber am Ende waren sich alle einig: Der 1:0 (1:0)-Sieg des SCW im Abstiegsduell der Fußball-Landesliga beim TSV Landolfshausen war glücklich. Der TSV hätte am Sonntagnachmittag vor 120 Zuschauern zumindest einen Punkt verdient gehabt.

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Enttäuschung und Erschöpfung: Die Landolfshäuser geben alles und sind zum Schluss am Boden zerstört.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Landolfshausen. In einer hektischen und kampfbetonen ersten Hälfte hatte sich zunächst der Gastgeber als die Mannschaft mit den klareren Aktionen präsentiert, später konnte Weende Unkonzentriertheiten der Landolfshäuser nicht nutzen. So hatte Westfal die Führung für die Gäste auf dem Kopf, als er völlig freistehend bei einer Strauß-Flanke, die lange in der Luft war, rechts am Tor vorbeiköpfte (40.).

Was folgte, war die umstrittenste Szene des Spiels mit dem ansonsten hervorragenden Schiedsrichter Lars Lohmann aus Kissenbrück in der Hauptrolle: Kratzert schoss bei einer Flanke Celik aus nächster Nähe an den Ellenbogen, und Lohmann zeigte sofort auf den Punkt. Kratzert selbst ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte gegen den ansonsten souveränen Tchuiwka zur Fürung, die bereits zur Halbzeit schmeichelhaft war (45.).

Nach der Pause übernahmen die kampfstarken Landolfshäuser dann endgültig das Kommando. Dass der SCW die erste Viertelstunde nach dem Seitenwechsel ohne Gegentor überstand, war in erster Linie Torhüter Krueger und dem Gestänge zu verdanken. Zunächst scheiterte Celik am Pfosten (46.), dann zielte Jünemann nach einem Celik-Dribbling zu hoch (55.). Nachdem Köhne mit einem fulminanten Schuss an Krueger gescheitert war (57.), traf Weidenbach die Latte (58.), und Köhne köpfte in der gleichen Minute freistehend drüber. Der SCW schwamm, und auch wenn Landolfshausen in der Folge müde wurde, liefen die Gäste stets hinterher. „Wir warten nur, dass etwas passiert“, schimpfte Keeper Krueger.

Gegen Ende der Partie hatte der eingewechselte Kraus noch eine Großchance für den TSV, legte den Ball jedoch freistehend am Tor vorbei (83.). Claaßen hätte für die Vorentscheidung sorgen können (84.), aber auch so reichte es für Weende.

Der SCW ist damit so gut wie gerettet, der TSV steckt knietief im Abstiegskampf. „Es spricht für die Moral der Mannschaft, dass wir so ein Drecksspiel gewinnen“, sagte SCW-Trainer Marc Zimmermann. „Wir haben nicht gut gespielt, aber gut gekämpft.“ TSV-Coach Ingo Müller war mit der Leistung seines Teams zufrieden: „Das war das, was wir spielen können“, sagte er. „Nach solchen Spielen geht man erhobenen Hauptes vom Platz.“

Seitens der Zuschauer steckte zwar der Stachel der Enttäuschung tief. „Aber das war endlich mal wieder ein gutes Fußballspiel“, war zu hören - Müller hatte vergangene Woche den geschassten Yannick Schade abgelöst. Der TSV hat sich noch längst nicht aufgegeben, am Sonntag jedoch waren die Spieler erst mal frustriert: „Wie kann man so ein Glück haben?“, rief einer - gemeint war der SCW.

TSV: Tchuikwa - Duell, Gläse, Hegeler, Köhne - Baumann, Herrmann - Weidenbach (79. Platter), Wierzbowski (65. Kraus), Celik - Jünemann (74. Kuybu). - SCW: Krueger - Keuchel, Weide, Psotta, Strauß - Claaßen, Obermann - Westfal (82. Kuhlenkamp), König (56. Diehn), Kratzert - Hartmann (68. Fischer). - Tor: 0:1 Kratzert (45./FE).

Bildergalerie: gt-sportbuzzer.de.

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