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RSV 05 liefert beim 4:0 Beweis seiner Stärke ab

Fußball-Oberliga RSV 05 liefert beim 4:0 Beweis seiner Stärke ab

Da saßen sie einträchtig am Tisch in den Katakomben des Jahnstadions: „Jelle“ Brinkwerth und Michael Schmidt. Soeben hatte der RSV 05 den SV Holthausen-Biene im Spitzenspiel der Fußball-Oberliga mit 4:0 geschlagen, und nun folgte die Pressekonferenz.

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Einen Schritt voraus: der eingewechselte RSV-Neuzugang Daniel dos Santos (r.) gegen SV-Akteur Malte Weusthoff.

Quelle: CR

Göttingen. 05-Trainer Brinkwerth war bemüht, sein Team nicht in den Himmel zu jubeln, und SV-Coach Schmidt hätte am liebsten von einem Ausrutscher gesprochen.

Doch es steckte etwas mehr hinter dem Heimsieg als nur die bessere Tagesform.

Der Gastgeber war seiner aus der Not geborenen Erfolgstaktik treu geblieben und hatte den Gegner kommen lassen. Defensiv gut stehen könnten seine Spieler, hatte Brinkwerth unlängst gesagt, es gehe nun darum, den Zuschauern etwas zu bieten, schnell von der Abwehr in den Angriff umzuschalten. Den Beweis, dass sie dies mittlerweile verinnerlicht haben, waren die 05er aber gegen Holthausen-Biene vor der nicht einmal von den kühnsten Optimisten erhofften Kulisse von 976 Zuschauern rund 20 Minuten schuldig geblieben.

Dann jedoch erarbeitete sich der RSV erste Chancen – und das, weil er flexibler agierte als der Gegner und die Außen einbezog. Holthausen-Biene spielte demgegenüber stur durchs Zentrum und wurde vom 05-Mittelfeld und der exzellenten Innenverteidigung abgeräumt. „Wir wollten eigentlich nicht mit langen Bällen durch die Mitte agieren“, sagte Schmidt auf der Pressekonferenz. Musste sein Team aber, weil die vordere von zwei RSV-Viererketten geschickt die Passwege zustellte.

Zweitens zeigte sich erneut, wie wertvoll Özkan Beyazit für den RSV 05 ist. Nach einem Eckball wuselte der Torjäger einem Ball hinterher, ließ sich von Gegenspieler Felix Fuchs foulen – und ebnete mit einem verwandelten Elfmeter den Weg zum Erfolg im Alleingang. Zumal sich Beyazit vor dem Freistoß, der zum 2:0 führte, erneut von Fuchs zu Boden bringen ließ.

„Die Standards haben uns Auftrieb gegeben“, analysierte Brinkwerth bei der Pressekonferenz in den Räumlichkeiten des RSV-Businessclubs. Aber auch die müssen gegen die bis zu diesem Spiel beste Abwehr der Oberliga erst mal herausgeholt werden. Und Konter werden auch nicht von allein so gut ausgespielt wie bei den Treffern von Matthes und Beyazit.

„Wir hätten heute noch länger spielen können und trotzdem nicht getroffen“, sagte Schmidt über einen schlechten SV-Tag. Aber das war nur die halbe Wahrheit, denn der RSV spielte hinten sicher und vorne gut. Und so hat Brinkwerth, Trainer des neuen Zweiten, momentan nur ein Problem: Wer ist die Nummer eins? Dennis Koch, verriet der Coach, stehe die nächsten „drei bis vier Spiele“ im Kasten. Danach soll eine Entscheidung zwischen ihm und Nils Holzgrefe fallen. „Angenehm ist das nicht“, sagte Brinkwerth. „Der hat Sorgen“, wird sich Schmidt gedacht haben.

Von Eduard Warda

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