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SCW Göttingen feiert Bezirksliga-Meisterschaft und Aufstieg

„Aus jedem schlechten Spiel gelernt“ SCW Göttingen feiert Bezirksliga-Meisterschaft und Aufstieg

Wenn Marc Zimmermann, Trainer des frisch gebackenen Fußball-Landesligisten SCW, auf die Aufstiegssaison seines Teams zurückblickt, dann denkt er nicht etwa zuerst an die Meisterfeier. Nicht an den wichtigen 4:2-Sieg gegen Vizemeister SG Werratal und nicht an einen der Konterspielzüge, für die sein Team berüchtigt ist.

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„Ich bin stolz auf diese Mannschaft“: SCW-Coach Marc Zimmermann (r.) spielt mit seinem SCW 2015/16 in der Landesliga.

Quelle: HL

Göttingen. Zuallererst denkt Zimmermann an den überaus holprigen Saisonstart: „Wir verlieren 0:2 in Grone – und ich muss sogar noch die Trainerbank verlassen“, erinnert sich der 41-Jährige, dem in diesem Moment Böses schwante: „Das wird eine harte Saison“, realisierte Zimmermann, der die diesjährige Bezirksliga für „die stärkste seit einigen Jahren“ hält und unter den ersten Fünf landen wollte.

Schlussendlich holte der SCW jedoch völlig verdient und mit 13 Punkten Vorsprung den Titel, hatte den besten Sturm (75 Tore) und die beste Abwehr (35 Gegentore) der Liga. Die Schwarz-Weißen holten die meisten Siege (22) und kassierten die wenigsten Niederlagen (4). „Ich bin stolz auf diese Mannschaft, auf diesen Zusammenhalt innerhalb des Teams. Das macht einfach richtig Spaß“, schwärmt Zimmermann, der bereits seit 2008 Trainer beim SCW ist.

Zu den Stärken seiner Mannschaft zählt er neben „der Breite des Kaders“ auch den Umgang mit Niederlagen: „Wir haben aus jedem schlechten Spiel etwas gelernt.“ Damit spielt er nicht nur auf die Niederlage zum Saisonauftakt an, sondern auf einen weiteren Meilenstein: „Wir verlieren im November 0:4 bei Sparta – und gewinnen direkt danach das Rückspiel mit 6:1.“ Dass für solche Wandlungen jemand nötig ist, der Zweifel beseitigt, der das Team einstellt,  und der Fehler aufdeckt, ist klar. „Im Trainerteam analysieren wir das Ganze und versuchen natürlich, die Fehler abzustellen“, sagt Zimmermann.

Meister wurde der SCW auch, weil er keine längere Schwächephase hatte, weil Aufbau- und  Umschaltspiel funktionierten – und, weil das Team von Verletzungen verschont blieb. Nur einmal gab es Zweifel: Nach dem 1:2 gegen Bremke, sieben Spieltage vor Schluss. Doch danach siegten die Nordstädter fünfmal in Folge, wohingegen bei Werratal die Nerven blank lagen.

In der Landesliga sei das Saisonziel „ganz klar der Klassenverbleib. Das wird eine große Herausforderung für uns“, betont Zimmermann. Zwar werde der Großteil des Meisterteams zusammenbleiben. Die Spieler Stefan Schwörer, Lukas Eiffert, Christoph Blum, Ansgar Luchte und Lennard Garve müssen jedoch mindestens kürzer treten.

Wenn Zimmermann, Trainer des souveränen Bezirksliga-Meisters SCW, auf die Saison 2015/16 vorausblickt, dann tut er dies mit einer Mischung aus Vorfreude und Respekt. Vor allem aber mit dem Wissen, dass der allererste Spieltag nicht als Gradmesser für die Platzierung am Saisonende taugt.

Von Timo Holloway

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