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SG Diemarden-Groß Schneen setzt auf duale Ausbildung

Fußball SG Diemarden-Groß Schneen setzt auf duale Ausbildung

Wenn ein südniedersächsischer Verein in den vergangenen Jahren eine Erfolgsgeschichte geschrieben hat, dann die 2012 gegründete SG TSV Diemarden-Groß Schneen. Unter dem Sportlichen Leiter Jörg Siegele kann von einer dualen Ausbildung gesprochen werden: Beim Damen- und Mädchenfußballverein wird trainiert und gelernt.

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Die SG Diemarden-Groß Schneen (r.) befindet sich nicht nur bei den B-Juniorinnen im Vorwärtsgang.

Quelle: Pförtner

Groß Schneen. So nehmen die B-Juniorinnen, die seit der vergangenen Saison in der Niedersachsenliga spielen, ihre weiten Auswärtsfahrten mit zwei Kleinbussen in Angriff: einem „Partybus“ und einem „Paukbus“, wie der 42-jährige Siegele erläutert. Im sogenannten Paukbus fährt dann ein Lehrer mit und gibt Spielerinnen Nachhilfe. Der Partybus spricht für sich selbst.

 

Für das Konzept „Sport und Bildung Hand in Hand“ ist Diemarden-Groß Schneen im vergangenen Frühjahr die Sepp-Herberger-Urkunde im Bereich „Schule und Verein“ verliehen worden. Siegele und seinen Mitstreitern ist es wichtig, den Mädchen nicht nur Fußball beizubringen, sondern sich auch sozial zu engagieren. So wurde an der Göttinger Martin-Luther-King-Schule auf eigene Kosten eine Fußball-AG veranstaltet, und Kinder, die nicht zum Training nach Groß Schneen gelangten, wurden teilweise per Trainings-Shuttle abgeholt. Bisweilen wurde sogar die Ausrüstung finanziert, „aus eigener Tasche und durch Sponsoren“, so Siegele. „Was sollen wir machen? Manche Mädchen kamen in Ballettschuhen zum Training, weil sie keine Fußballschuhe hatten.“

 
Aber auch der sportliche Werdegang kann sich sehen lassen: Unter Siegele als Trainer stieg das Frauenteam zunächst in die Bezirks- und dann in die Landesliga auf. Die B-Juniorinnen belegten im ersten Niedersachsenliga-Jahr den dritten Platz, momentan sind sie Tabellenführer. Wohlgemerkt: Der nächste Schritt wäre die Bundesliga.

 
Passend dazu ist der VfL Wolfsburg seit 2013 Kooperationspartner. „Als wir anfingen, war mir bewusst: Eine hässliche Braut will keiner“, sagt Siegele im Rückblick. „Deshalb haben wir auf qualifizierte Trainer gesetzt. Wir haben ein nachhaltiges Konzept verfolgt und wollten eine gewisse Qualität erzeugen.“

 
Mittlerweile spielen 100 Juniorinnen und Frauen in den verschiedenen Teams der SG, zwei B-Juniorinnen sind auf dem Sprung in die Bundesliga. Für den nächsten Sparkasse & VGH-Ladies-Cup am 30. und 31. Januar, einem Frauenturnier, das wegen der Unbespielkarkeit der Groß Schneer Halle in der Halle der Göttinger Geschwister-Scholl-Gesamtschule ausgetragen wird, haben unter anderem Wolfsburg II, Kiel und der TSV Jahn Calden zugesagt. Ein Ende der Erfolgsstory ist nicht in Sicht: Das Fusions-Konzept von Siegele lautete seinerzeit „Konzept 2020“. So gesehen ist von der SG TSV Diemarden-Groß Schneen noch einiges zu erwarten...

Von Eduard Warda

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