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SV Göttingen unterliegt im Spitzenspiel Eintracht Northeim mit 0:2

SVG werden „Grenzen aufgezeigt“ SV Göttingen unterliegt im Spitzenspiel Eintracht Northeim mit 0:2

Der entscheidende Treffer zum 2:0 (0:0)-Sieg geht in einen überschwänglichen Jubel der Northeimer über, und dieser wird akustisch untermalt durch den Schlusspfiff des Schiedsrichters Christian Stein aus Wolfsburg. Die SVG-Spieler lassen unterdessen vor der einem Spitzenspiel der Fußball-Landesliga angemessenen Kulisse von 700 Zuschauern im Stadion am Sandweg die Köpfe hängen.

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Eingekeilt: Tobias Schütte (SVG) wehrt sich gegen Sebastian Marx (hinten ) und Benjamin Zackenfels.

Quelle: Heller

Göttingen. Eins müssen sie jedoch nach der Pleite des Tabellenzweiten gegen den Spitzenreiter anerkennen: Eintracht Northeim war besser.

Die Göttinger Feldspieler haben zuvor mehrmals Gelegenheit gehabt, sich bei ihrem Torhüter Denny Cohrs zu bedanken, der am Sonnabend bezeichnenderweise hinter dem überragenden Abwehrchef Jan Hoffmann bester Schwarz-Weißer ist. „In der zweiten Halbzeit sind uns die Grenzen aufgezeigt worden“, sagt Thorsten Tunkel, Abteilungsleiter der SVG, die nunmehr bei einer weniger absolvierten Partie sieben Punkte Rückstand auf Northeim hat.

Die Eintracht, die zu Beginn spritziger wirkt, profitiert am Sandweg auch von ihrer ausgezeichneten Offensiv-Abteilung. Nils Hillemann, Patrick Sieghan und Mehdi Mohebieh bringen in der ersten Viertelstunde des Spiels die SVG-Abwehr mehrfach in Verlegenheit. Nach einem Warnschuss von Hillemann (7.) hat Hoffmann gegen den Torjäger kurze Zeit später alle Hände voll zu tun (12.), zumal sein Abwehrkollege Johannes Zerhusen einige Male, unter anderem bei Kopfbällen, indisponiert wirkt.

Passwege gut zugestellt

Nach 20 Minuten jedoch findet sich der Gastgeber und macht die Passwege zu – zur Attraktivität des Spiels trägt das allerdings nicht bei. Erst in der 38. Minute hat Northeim die nächste Chance durch Mohebieh, nachdem Zerhusen gegen Sieghan den Kürzeren gezogen hat. Doch Cohrs ist auf dem Posten. Die einzige SVG-Chance resultiert aus einer Einzelleistung, als Josu Vicuna sich fast mit dem Halbzeitpfiff auf rechts durchsetzt, aber links daneben schießt (45.).

Nach der Pause wird Northeim stärker und reißt immer öfter Lücken in die SVG-Abwehr. Cohrs rettet zweimal glänzend gegen Sieghan (48.) und Mohebieh (56.), der Ball des eingewechselten Melwin Zimmermann bleibt in der vielbeinigen Abwehr hängen (58.), Mohebieh bolzt freistehend rechts vorbei (62.) und lässt sich später von Hoffmann den Ball vom Fuß nehmen (70.). Der SVG bleibt nur eine Standardsituation: Evers wird gefoult, schießt selbst, doch Eintracht-Keeper Thorben Reinhardt wehrt den Ball ab (72.).

Dann die Vorentscheidung: Hillemann wird geschickt, scheitert zunächst am stark reagierenden Cohrs, bringt aber den Nachschuss im Sitzen zum 1:0 unter (76.). Northeim steht in der Folge tiefer, und die SVG versucht, Druck aufzubauen. Der Gastgeber wird aber kaum gefährlich, zumal Regisseur Evers zwar bemüht ist, dem SVG-Spiel keine entscheidenden Impulse geben kann. Der eingewechselte Grimaldi müht sich vergeblich.

Kein Strafstoß

So würde das 2:0 per Konter in der Schlussminute durch Sieghan nach Querpass von Zimmermann völlig in Ordnung gehen, wäre da nicht kurz vor Spielende ein klares Handspiel im eigenen Strafraum von Eintracht-Verteidiger Marc-André Strzalla gewesen – kein Pfiff, kein Strafstoß für die SVG. „Das muss der Schiedsrichter sehen“, schimpft Trainer Knut Nolte.

Abgesehen davon sei der Northeimer Sieg aber verdient, sagt er. „Die haben kompakt gestanden, und wir haben sie durch Fehler zu Kontern eingeladen. Auf diesem Acker haben wir allerdings auch nicht unser Kurzpassspiel aufziehen können.“ Eintracht-Trainer Wolfgang Schmidt findet, dass sich in der zweiten Hälfte die bessere Qualität seiner Mannschaft durchgesetzt hat. Die SVG habe aber keineswegs enttäuscht. Dem ist nichts hinzuzufügen.

SVG: Cohrs – Freyberg (67. Kazan), Hoffmann, Zerhusen, Käschel – Vicuna, Hafner, Alexander, Psotta (77. Ziegler) – Evers – Schütte (67. Grimaldi). – Tore: 0:1 Hillemann (76.), 0:2 P. Sieghan (90.).

Von Eduard Warda

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