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SVG Göttingen entscheidet Derby gegen Northeim für sich

Fußball-Oberliga SVG Göttingen entscheidet Derby gegen Northeim für sich

SVG Göttingen hat das Südniedersachsen-Derby gegen Eintracht Northeim für sich entschieden. Der Aufsteiger setzte sich am Sonntag vor 700 Zuschauern durch späte Tore von Evers (85.), der per Foulelfmeter erfolgreich war, und Vicuna (88.) mit 2:0 (0:0) durch und ist damit Tabellenzweiter.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Die Zuschauer am Sandweg sahen ein typisches 0:0-Spiel – allerdings nur bis kurz vor Schluss: Der eingewechselte Arigon Dacaj, der pikanterweise vom JFV Northeim zur SVG gewechselt ist, spielte einen Zauberpass durch die Schnittstelle der Eintracht-Abwehr, und der junge Northeimer Torwart Jannik Strüber wusste sich nicht anders zu helfen, als Yannik Freyberg von den Beinen zu holen.

Der gute Schiedsrichter Timo Daniel aus Damme entschied sofort auf Strafstoß und stellte Strüber regelkonform vom Platz. Als endlich der Ersatztorhüter Thorben Reinhardt zwischen den Pfosten stand, traf Florian Evers souverän unten rechts (85.).

In der Folge machte Northeim auf, und wiederum Dacaj sorgte wenig später für die endgültige Entscheidung, als er bei einem Konter erneut einen Traumpass spielte. Josu Vicuna lief allein auf Reinhardt zu – und überlupfte ihn zum umjubelten 2:0 (88.).

„Das waren zwei blitzsaubere Pässe“, urteilte SVG-Abwehrchef Jan Hoffmann, der mit guter Defensivarbeit und exzellenten Pässen zumindest in der ersten Hälfte bester Akteur auf dem Platz war und so etwas wie den Göttinger Boateng gab. „Solche sensationellen Dinger hat Arigon schon im Training gespielt. Heute war er einfach dran“, sagte Trainer Knut Nolte. Dacaj selbst sagte: „Für mich lief es optimal.“

In der ersten Hälfte hatte der Gastgeber den besseren Start erwischt und Ball und Gegner laufen gelassen. Alexander Burkhardt erhielt im rechten Mittelfeld den Vorzug vor Vicuna, weil er mit Jan-Niklas Linde die starke linke Angriffsseite des Gegners entschärfen sollte – was auch gut gelang. Ismail (7.) und Galante (25.), der aussichtsreich hinter das Tor flankte, ließen gute Möglichkeiten aus. Die einzige gute Chance der Northeimer verpasste Hillemann, dessen Ball über das Tor ging (34.).

Nach der Pause erwischte jedoch die Eintracht den besseren Start, als sich der Gastgeber viele Fehlpässe leistete. Die größte Chance ließ Sieghan nach Pass von Zimmermann liegen (53.). Im weiteren Verlauf agierte die SVG aber wieder kompakter, und alles lief auf ein 0:0 hinaus – bis Dacaj den ersten von zwei Zauberpässen spielte.

„Der Elfmeter war spielentscheidend“, unterstrich Eintracht-Trainer Wolfgang Schmidt, der die schlechte Chancenverwertung seines Teams bemängelte. Für SVG-Abwehrturm Hoffmann war das Geheimnis des Erfolges, „dass wir ruhig geblieben sind“, und Trainer Nolte attestierte seiner Mannschaft, dass sie sich nicht habe locken lassen. Eins steht nach dem Derbysieg gegen Northeim fest: Für das Spitzenspiel gegen den Tabellendritten Egestorf-Langreder am kommenden Wochenende ist der nach wie vor ungeschlagene Aufsteiger bestens gerüstet.

SVG : Cohrs – Linde, Hoffmann, Gehrke, Käschel – Galante, Alexander – Burkhardt (72. Vicuna), Evers (88. Kaul), Freyberg – Ismail (68. Dacaj). – Tore : 1:0 Evers (85./FE), 2:0 Vicuna (88.). – Bes. Vorkommn.: Rot für Strüber (82.).

 

 

Von Eduard Warda

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